Geschichten vom Baum: Schön ist anders

Der zweite Dürresommer

Das Jahr fing gut an und bis Ende Mai, Anfang Juni regnete es nicht irre viel, aber immerhin kam alle 3 bis 4 Tage etwas Regen vom Himmel. Ich glaube nach Pfingsten fing es an, daß der Regen wieder zum seltenen Ereignis wurde. Dann kam im Juni (?) die erste Hitzewelle, im Juli die zweite, und die meisten Blumen haben das irgendwie übel genommen.

Dort wo im Frühjahr fast nur noch die Wicke blühte, herrscht inzwischen braungrünes Restegras.

Bis zur ersten Hitzewelle hat jedenfalls einiges auf der Baumscheibe geblüht. Meine beim BUND erworbenen Pflanzen sahen gut aus und blühten. Der Ehrenpreis wächst gut, hat jedoch nur kurz geblüht. Die Polsterglockenblume hat für eine Woche ihre blauen Blüten geöffnet, aber auch nur bis zur großen Hitze. Die Färberkamille kam erst später, wäre aber fast ein Hitzeopfer geworden, weil der harte Boden wohl doch nicht genügend Feuchtigkeit geliefert hatte. Der einzige Profiteur war der Natternkopf. Der ist dann zwar zum größten Teil auch recht schnell abgeblüht, aber einige Reste blühen immer noch. Ich hoffe, daß er sich jetzt gut versät. Das ist die Trockenheitspflanze schlechthin!!

Die Färberkamille kämpft

Hinzu kommt, wenn es jetzt mal regnet, kommt nicht viel auf der Fläche an, weil die junge Linde eine immer dichtere Krone bekommt. Der Baum bekommt von mir sicherlich nicht die Mengen, die angeraten werden (bis zu 10 Eimer einmal die Woche?). Bei mir bekommt der Baum an heißen Tagen knapp 9 Liter, sonst 5. Der Rest von ca. 7 Litern geht über die Blümchen ringsum, immerhin auch an seine Wurzeln. Das ist nicht viel, trotzdem bilde ich mir ein, daß der noch relativ kleine Baum besser aussieht, als seine Nachbarn.

Vom Rainfarn hat es nur diese eine Pflanze geschafft. Die anderen haben dicke rote Blattläuse erobert. An den Blüten sah ich noch nichts. Kann aber auch sein, daß er tagsüber zu sehr im Schatten liegt.

Pflanzen wie Salbei und Ziest, die ich vor 2 Jahren! gepflanzt habe, kommen nicht aus dem Quark. Ich fürchte, der Boden ist zu hart. Zu trocken, zu gut vom Baum durchwurzelt. Was ja auch positiv ist. Um ihn geht es schließlich in erster Linie bei der Baumpatenschaft. Ich müßte vermutlich etliche Liter Erde aufbringen, um obenauf etwas pflanzen zu können. Lustigerweise gedeihen die Pflanzen an den Ecken, als auch direkt an der Straße, am Besten. Dort sind auch die Ameisen am aktivsten. Und an den anderen Stellen scheint sich die Feuchtigkeit am besten zu halten.

Ach ja, ein paar keimende Zwiebeln hatte ich eingepflanzt, aber irgendwann knicken die immer um. Bis zur Blüte schaffen sie es nicht.

Ziest links und Salbei rechts: ein bißchen! größer als im Vorjahr. Vielleicht nächstes Jahr???

Ach ja, eine Wilde Malve hatte ich noch im Mai gepflanzt (die mit den weiß-rosa Blüten). Die hat schön geblüht, ebenfalls bis kurz nach der großen Hitze. Jetzt treibt sie unten neu aus, macht aber nur lütte Blüten. Ringsum tauchen Mini-Cosmea auf, die ich letztes Jahr ausgesät hatte. Zwar nur in 10 cm Höhe, aber immerhin ;-)

Ich lasse immer erst mal alles wachsen, was dort vorkommt. Nach der Wicke, die wirklich alles vereinnahmt hatte, kam der Hopfenklee. An allen Ecken und Enden. Der ist nun so langsam durch. Der Rotklee ist nicht so üppig wie sonst (Trockenheit). Vermutlich hat die hohe Wicke ihn im Wachstum ausgebremst. Als ich die entfernt hatte, war nur noch braunes Gras dort. Erstaunlich!

Kürzlich wurde mir zugetragen, daß sich irgendwelche Leute über das unordentliche Stück unter dem Baum aufgeregt hätten. Mein Stäbchenzirkus trägt natürlich nicht gerade zum Erscheinungsbild bei, aber bei den talentierten Autofahrern bleibt mir nicht viel anderes übrig. Würde mich nicht wundern, wenn diese Leute es waren, die diese Margerite in der Biotonne entsorgt haben, die noch voll in Ordnung ist. Ich habe sie rausgefischt und eingepflanzt und ausgerechnet die wächst gut. Sachen gibts! Außerdem: wer meckert, soll es besser machen!

Eine Margerite, aus der Tonne gerettet. Manche Leute behandeln Pflanzen wie Einwegartikel. Bei Nichtgefallen werden sie lebendig ausgerupft und weggeworfen.

Baumscheibe: Erfolgspflanzen

Jetzt kommen jedoch die Highlights, die zwar erst winzig sind, aber voranschreiten :-) Ich nehme an, daß die Pflanzen aus einer Samenmischung stammen, die ich dort letztes Jahr verteilt hatte. Erst erschien ja der Gemeine Wundklee, über den ich mich sehr freue und der sich langsam ausbreitet und jetzt erneut blüht. Vielleicht ein paar Nachzügler.

Dann, genauso toll, der Gewöhnliche Hornklee Lotus corniculatus! Eine beliebte Insektenpflanze und Bienenweide. Er gedeiht gut auf Halbtrockenrasen und an Wegrändern. Wie ich gerade bei Wikipedia las, dient er dem Hauhechel-Bläuling als Nektarquelle und als Nahrungspflanze (hoffentlich lassen die Raupen dann was übrig ;-). Er wächst an mehreren Stellen und breitet sich aus. Zur Zeit sind seine gelben Punkte mit das Wenige, was blüht! Außerdem wurzelt er bis zu 1m tief. Das ist doch was. Samen macht er schon einige, juhu!

Der Wiesen-Pippau, Das „Gelbe“, was sich hier durchgekämpft hat, blüht ebenfalls und ist vermutlich ein Ferkelkraut. Leider sind es dieses Jahr nicht so viele Pflanzen, die es geschafft haben. Am unteren Bildrand sieht man Pfefferminze. Die lebt noch. Die Zitronenmelisse hat winzige Blüten an einem Stengel geschafft.

Worüber ich mich besonders freue: hier ist eine Wilde Möhre gekommen! Ich hatte sie zuerst gar nicht erkannt, weil mir ihre Blätter nicht vertraut sind. Die Wilde Möhre ist neben dem Natternkopf eine besonders trockenheitsbewährte Pflanze. Wochen ohne Regen hält sie bestens aus. Hier wird sie allerdings etwas von mir gewässert. Noch. Wenn sich diese Pflanzen durchsetzen würden, so wie ich es mir mal gewünscht habe, bräuchte ich in Zukunft in Trockenzeiten wirklich nicht mehr gießen!

Das erste zarte Pflänzchen!

Fazit: es sieht nicht wirklich „hübsch“ aus. Bei mehr Regen würde einiges besser wachsen. Immerhin kommen mehr und mehr Wildpflanzen hinzu, die hoffentlich bleiben und sich ausbreiten. Ich würde jetzt gerne noch Flockenblumen und vielleicht Schafgarbe dort ansiedeln. Es ist ein Projekt, bei dem ich einiges lernen muß (es ist halt kein Balkon) und sehen muß, was mir möglich ist. Vielleicht hätte ich mit viel Erde und einigen robusten Pflanzen mehr blühendes dort installieren können, aber das hätte vermutlich auch mehr wässern nach sich gezogen, was mir mit meinen beiden Gießkannen aus dem 3. Stock herunter nur begrenzt möglich und nicht unbedingt der Sinn der Sache ist.

Wenn die Wildpflanzen es schaffen, wäre mein Ziel erreicht: Pflanzen, die dort trotz Trockenheit blühen und Insekten zusätzliche Nahrung bieten! Interessant wird es auch, wenn der Baum größer wird und die Blätter noch mehr von dem Licht nehmen. Schau ma mal!

 

41 Kommentare Gib deinen ab

  1. einfachtilda sagt:

    Es wird unter dem Baum zu trocken sein, da wären vielleicht andere Pflanzen angebracht. Muss man probieren. Die wilde Möhre auch in weiß-rosa hat bei mir super geblüht. Jetzt kommen andere Blumen zum Vorschein, es sind Cosmeen und die sind riesengroß.
    Nicht verzweifeln, irgendwie wird es schon.

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    1. pflanzwas sagt:

      Wilde Möhre wäre echt prima. Im Prinzip könnte ich es auch aufgeben, aber sobald die Stäbe weg wären, wäre das wieder Autoparkplatz Nr. 1. Das bißchen Vegetation, was ich versuche dort hochzuziehen, könnte helfen, die Wahrnehmung zu ändern. Es geht halt alles unheimlich langsam voran, erst Recht mit diesen Trockenzeiten, seufz. Try and error…

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      1. einfachtilda sagt:

        Das wird schom 👍🏻🌻

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  2. Du hast deutlich mehr Ahnung als ich (aber das heisst nicht viel :-)).
    Ich will gleich noch mal zu meiner Wunderwiese fahren und schauen, ob der Regen vor allem gestern und vorgestern was bewegt hat. Kann aber eigentlich nicht sein, weil sie ja schon im Argen lag, als ich letzthin vorbeiguckte. Fast alle Farben weg, nur noch Flockenblumen, wilde Möhre ect.

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    1. pflanzwas sagt:

      Die „Hochzeit“ der Sommerblumenblüte geht langsam vorüber. Einige Wildblumen blühen weiter, aber viele versamen sich jetzt auch. Die Magerwiese hier in der Nähe ist schon seit den Hitzewellen abgeblüht. Halten tut sich noch der Natternkopf und die Flockenblume, Wilde Möhre und Greiskraut. So gesehen kommt bei deiner Wiese jetzt vielleicht nicht mehr viel neues. Regen, das klingt schön. Ist hier schon wieder Vergangenheit.

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      1. Ich war nicht dort, vermutlich morgen.

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  3. Trotz allem ist es erstaunlich, was da noch alles wächst. Hoffentlich begreifen die lieben Nachbarn, dass Du dort bewusst Insektenfutter anbaust, obwohl es so direkt unterm Baum immer schwieriger werden wird.

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    1. pflanzwas sagt:

      Das glaube ich nicht, daß die das begreifen (manche jedenfalls), und manche fänden es vermutlich trotzdem furchtbar. Ambitionen es besser zu machen, gibt es sicherlich nicht. Es gab mal so Schilder, die man kaufen konnte: hier blühts für die Bienen. Hätte ich gerne aufgestellt, aber bereits im letzten Dürresommer wäre das Schild irgendwie lächerlich gewesen, leider…

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      1. dagehtwas sagt:

        Wie wäre es denn mit einem Schild aus Holz, hübsch bemalt, „Lebensraum“? So wie ich eins bei uns in der Straße an die Böschung gestellt habe. Wer´s nicht kapieren will, wird´s auch dann nicht verstehen. Aber es setzt trotzdem ein Signal, und manche werden es sehr wohl verstehen und sich freuen! Meine Erfahrung ist: Wenn man selber klare Statements in Sachen Artenschutz, Klimaschutz, Nachhaltigkeit usw. abgibt, trauen sich plötzlich auch andere Menschen plötzlich, Stellung dafür zu beziehen :-)
        https://dagehtwas.org/2018/11/09/aushalten/

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        1. pflanzwas sagt:

          Dein Schild ist wirklich klasse :-) Ja, sowas in der Art wäre vielleicht ganz gut. Oh Mann, ich hatte deinen Artikel noch mal gelesen. So krass, wie die alles in Grund und Boden gefräst haben! Ich bin mir aber sicher, daß so manches Kraut da wieder durchkommen wird. Ist hier am Grundstücksrand ja auch regelmäßig so. Zum Glück!!

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          1. dagehtwas sagt:

            Danke :-)! Ja, das war crass. Diesen Herbst ist das Mäh- und Häckseldesaster ausgeblieben – unsere Nachbarin ist neu verliebt und ist in den letzten Wochen viiiiel unterwegs gewesen ;-) – so geriet das Stückchen Land und das „Gestrüpp“ anscheinend etwas in Vergessenheit… ich hoffe, das bleibt so bis zum Winterende.

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            1. pflanzwas sagt:

              Na, ein Glück :-) Kann man mal wieder sehen, wieviel Gutes die Liebe mit sich bringt, hihi.

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  4. Ulrike Sokul sagt:

    Auf „meiner“ Siedlungs-Wildblumenwiese wimmelt es vor Wilder Möhre, ich kann Dir also reichlich Samen spenden, wenn Du es wünschst.

    Also, ich finde Deinen bunten Stäbchenzirkus sehr angemessen, um die Baumscheibe vor automobiler Parkplatzgier zu schützen. Meine Baumscheibe ist zum Glück mit deutlich erhöhten Bordsteinen umgeben, so daß ein Überfahren der Fläche schwerer ist. Wegen der Trockenheit sieht es bei mir auch sehr mager aus, und ich werde dort nun vermehrt genügsamen Natternkopf und Wilde Möhre aussähen. Bei mir hält sich der Buchweizen tapfer, er grünt, aber er blüht nicht.

    Hast Du mal in Erwägung gezogen, die Baumscheibe mit dem Schlauch zu wässern?
    Wir haben hier seit dem Frühjahr einen Flexischlauch, der ganz leicht ist und sich erst beim Anschluß an den Wasserhahn zu seiner vollen Länge (es gibt welche mit 30 und 60 Metern) ausdehnt. Beendet man den Wasserzufluß, dann schrumpelt er wieder zusammen und läßt sich leicht zusammenlegen und lagern. Außerdem kann man mehrere Wasserstrahlstärken einstellen, von ganz zart nebelig über Brausestrahl bis Punktstrahl …
    Guckst Du hier: https://flexischlauch.de/tillvex-flexiSchlauch-Flexibler-Gartenschlauch-Gruen

    Herzensgruß von mir zu Dir

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    1. pflanzwas sagt:

      Lieben Dank für deine aufmunternden Worte Ulrike! Wilde Möhre wächst in der Umgebung viel. Wenn ich es verpasse, Saat zu nehmen, melde ich mich bei dir :-) Ich habe vor einiger Zeit schon etwas ausgesät an Wundklee, Karthäuser-Nelke, Salbei und Flockenblume. Mal sehen, ob und wenn, was kommt. Das mit dem Schlauch läßt sich hier an unseren Häusern nicht umsetzen. Irgendein genialer Konstrukteur hat beim Bau der Häuser keinen Wasseranschluß im Keller oder Garten für die Bewohner vorgesehen. Sogar die Putzleute müssen ihr Wasser mitbringen – „genial“ oder? Unglaublich!! Klar, mit nem Schlauch könnte man einiges mehr drauf bringen. Aber wie gesagt, noch besser wäre es wirklich, trockenheitsresistente Pflanzen würden übernehmen. Bleibt zur Not noch Hauswurz und Mauerpfeffer. Wobei der sich auch nicht wirklich ausbreitet (oder noch nicht?). Und „Tiefwurzler“ müssen es sein, denn der Klee kommt ja auch immer wieder, wobei selbst der dieses Jahr nicht so doll aussieht. Wir müssen uns alle umstellen, die Natur wird uns zeigen, wo es langgeht. Mit hoffnungsvollen Grüßen von hier und einem ♥ Gruß!

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    2. dagehtwas sagt:

      Liebe Almuth, laß dich nicht von Nicht-Checker*innen entmutigen!! Du machst das richtige :-) und das ist entscheidend. Schau dir mal an, was dort gewachsen, ist, BEVOR du die Buampatenschaft übernommen hast! Und jetzt: Eine Menge Arten zählst du auf, für so eine kleine Fläche, mitten im Beton, bedroht von Ignoranten und Autos, mit schwierigsten Boden- und Wasserverhältnissen!
      :-) Das muß dir erstmal jemand nachmachen :-)
      Ein Hoch auf dein klares Statement für mehr Grün, mehr Bunt und Artenvielfalt in der Stadt!!

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      1. pflanzwas sagt:

        Danke für deine Unterstützung liebe Sabine :-) Wobei ich manchmal denke, daß dort andere Arten lebten, bevor ICH Hand angelegt habe. Immerhin werden die Baumwurzeln jetzt nicht mehr so oft überfahren. Aktuell hat zwar ein Bagger den Rand abgefräst weil ein paar Meter weiter ein Fußweg gebaut wird, aber ich hoffe, daß dann mal Ruhe ist, seufz.

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  5. Ule Rolff sagt:

    So viel liebevolles Engagement und so ein ausführlicher Artikel über deine Baumscheibe! Gegen Hitze und Trockenheit kommen wir nicht an, da helfen nur passende Pflanzen, das hast du ja selber schon festgestellt. Das ist so schade. Aber wer weiß, was alles an Samen in dem trockenen Boden auf die nächste Regenzeit im Frühling wartet und dann losmacht, dass es nur so knallt.
    Ich drück die Daumen.

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    1. pflanzwas sagt:

      Das hast du gut ausgedrückt liebe Ule und ich denke, so wirds sein! Dieses Jahr sind immerhin die neuen Kleesorten aufgetaucht, die ich letztes Jahr gesät hatte. Kommt Zeit, kommt Saat :-) Und selbst der Ziest scheint gaaaaanz langsam größer zu werden. Vielleicht schafft er es irgendwann, dort richtig zu wurzeln. Die Trockenheit ist sicherlich die größte Herausforderung, denn im noch halbfeuchten Frühjahr sah alles noch ganz gut aus. Ja, ich werde sehen, was sich weiter entwickelt. Danke fürs Daumendrücken :-)

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  6. JuergenMalte sagt:

    Auf dem vorletzten Bild erhält ein gefürchtetes Giftzeug zweifelhafte Ehre: Jakobskreuzkraut. Es war mal in den Samentüten der Naturfreunde für Straßenränder und ist inzwischen zum Schreckgespenst aller Pferdeleute und Viehbauern geworden. Das entsorge bitte. Die Tierfreunde werden´s dir danken.

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    1. pflanzwas sagt:

      Ich glaube, du hast dich versehen. Das ist Wiesen-Pippau. Zu den gelben Blüten gehört ja auch diese auffällige Blattrosette, die an Löwenzahn erinnert. Wenn ich bei Wikipedia gucke, sehen Blätter und Blüten doch anders aus.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Jakobs-Greiskraut
      Mein Foto ist leider nicht besonders scharf. Abgesehen davon käme ich ohnehin zu spät: am Mittellandkanal findet man das Gewächs in Massen.

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      1. JuergenMalte sagt:

        Wikipedia lenkt dich da wirklich auf einen falschen Weg. Deine Wiesen-Pippau hat in der Mitte der Blüte (nur 5 Blütenblätter) kein orange-gelbes Knöpfchen wie die Margarite und auch keine dem Rucola ähnliche Blätter wie auf deinem Foto. Es gibt viele falsche Bilder im Internet dazu. Das Jakobskreuzkraut hatte früher wegen seiner Gefahr für Tier und Mensch einen Haufen Internetseiten, vorhanden ist noch: https://www.ak-kreuzkraut.de/kreuzkräuter-senecio-in-deutschland/. Google doch mal. Da finden sich auch schreckliche Berichte von vergifteten Bergbauern, die diese tödliche Pflanze geknabbert haben, weil sie sie für Wieesen-Pippau hielten.

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      2. dagehtwas sagt:

        Auch meiner Meinung nach ist das Pippau, und kein Jakobskreuzkraut. Außerdem werden bei dir kaum Pferde vorbeikommen, und an deiner Baumscheibe weiden, oder? ;-)

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        1. pflanzwas sagt:

          Anna hatte für mich mal recherchiert und tippt auf Herbstlöwenzahn, soweit sie das über die Bilder beurteilen konnte. Das ist bei der großen Auswahl dieser gelben Arten wirklich schwierig, wie es scheint. Ich hatte da schon lange die Waffen gestreckt. Da ich das Blümchen aber direkt betrachten konnte, wußte ich immerhin, daß es nicht das Kreuzkraut ist. Pferde sind hier unwahrscheinlich, das stimmt ;-) Auch die berittene Polizei kommt nicht bis zu uns.

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  7. kowkla123 sagt:

    da muss man sich Sorgen machen, alles Gute wünsche ich und einen schönen Tag, Klaus

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    1. pflanzwas sagt:

      Muß man nicht, kann man. Aber schöne Aussichten sind das zur Zeit wirklich nicht.

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      1. kowkla123 sagt:

        so ist es, mal sehen, wie es weiter geht

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        1. pflanzwas sagt:

          Ja, schaun wir mal!

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    2. Eindeutig kein Jakobs-Kreuzkraut. Das hat andere Blüten und beblätterte Stengel, anderes Erscheinungsbild. Aufgrund der Blattrosette könnte es auch ein grüner oder kleinköpfiger Pippau – Crepis capillaris – sein, der ist aber sonst stark verzweigt, aber es gibt sehr viele gelbe Korbblütler und vermutlich ist die Pflanze wegen der Trockenheit klein geblieben und nicht ganz typisch. – Im übrigen wird sich im Laufe der Zeit zeigen, was auf der Baumscheibe wachsen kann. Manche Bäume dulden nicht alle Pflanzen in unmittelbarer Umgebung und die Blätter verändern das Lichtspektrum, das den Boden erreicht. Also warten, was sich auf Dauer durchsetzt.

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      1. Ich hab heute auf dem Spaziergang am Wegrand genau dieses gelbe Blümchen gefunden – soweit man das vom Foto her sagen kann. Es war mir bisher neben den Habichtskräutern im Wald noch nicht aufgefallen. Habe einen Stengel und ein Blatt zur Bestimmung mitgenommen: die grundständige Blattrosette, die Korbblüte nur mit Zungenblüten und die winzigen, schuppenartigen Stängelblätter (!)weisen auf zwei Arten: Gewöhnliches Ferkelkraut – Hypochaeris radicata – oder Herbst-Löwenzahn, auch Herbst-Milchkraut – Leontodon autumnalis. Die Form der Rosettenblätter ist jeweils sehr variabel, von Löwenzahn ähnlich bis Rucola ähnlich, auch die Behaarung der Blätter ist kein sicheres Merkmal. Unterscheiden kann man die Pflanzen am Pappus – noch nicht vorhanden – und an winzigen, zarten Spreublättern am Bütenboden beim Ferkelkraut. Ich meine, dass ich solche Spreublätter entdeckt habe, aber es könnten auch Ansätze des Pappus sein. Jedenfalls ist es kein Pippau, wie auf den ersten Blick vermutet, denn beim Pippau sind die Hüllblätter zweizeilig und nicht dachziegelartig angeordnet wie bei meinem Pflänzchen. Also schau mal, ob diese Merkmale auf deine Pflanze zutreffen – wenn Du es so genau wissen willst wie ich. Ich bin halt immer neugierig, was die Pflanzen am Wegrand angeht. Hatte leider keine Kamera dabei.

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        1. pflanzwas sagt:

          Das ist ja lustig, daß du die jetzt plötzlich gefunden hast! Danke für die Recherche. Hm, ich werde mein bestes geben, aber ob ich diese kleinen Feinheiten ausmachen kann, weiß ich noch nicht. Vielleicht kann ich noch mal bessere Fotos machen!

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        2. dagehtwas sagt:

          Diese gelben Körbchenblütler sind wirklich schwierig zu bestimmen, zum Beispiel die ganzen Pippau-Arten auseinanderhalten – pfft! Und nur nach Fotos erst recht, da fehlen immer irgendwelche wichtigen Details.
          Stimmt, Ferkelkraut könnte es auch sein. Aber nach deinem Foto, Almuth, ist es definitiv kein Jakobskreuzkraut. Das ist das Blöde: Nun macht man alle Welt verrückt wegen dem (wirklich giftigen) Jakobskreuzkraut, und das Ende vom Lied ist, dass im Zweifelsfalle aus Unkenntnis alle möglichen gelben Korbblütler rausgerissen werden.
          Nochmal pffft….

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  8. JuergenMalte sagt:

    Traurig, wie schnell und mit welchen Argumenten hier Pflanzen bestimmt werden. Die Blütenbeschreibung wurde doch nicht von mir erfunden. Ich hab nun mit Hilfe der Landwirtschaftskammer jahrzehnte meine Pferde vor diesem Zeug schützen müssen. Aber ihr könnt es ja mal als Pippau probieren. Ich würde es nur mit Handschuhen anfassen. Gut bekomm´s…

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    1. dagehtwas sagt:

      Gar nichts ist hier traurig, außer wenn man das als traurig ansieht.
      Es ist GROSSARTIG, mit welchem Engagement sich Menschen hier einsetzen, Pflanzenkenntnis zu erwerben!!! :-)

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  9. bluebrightly sagt:

    It’s a real work in progress, and yes, you have learned so much! It’s not the balcony! ;-) True. There are many challenges, and I agree, if you get more wild plants to settle in, plants that thrive in these tough conditions, then it will be good. But then the tree will grow more and who know s what will be next?

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    1. pflanzwas sagt:

      I hope that the wild plants will take over. Yesterday it was warm, today it was kind of stormy. I didn’t water yesterday and some plants looked bad tonight. So fast! Heat and wind – and some of the plants are gone. I think the Wild carrot can stand it, but I am not so sure about the others. You are right: I will see what happens if the tree is getting bigger. Even the trifolium, that makes really deep rootage, doesn’t look good this year!

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      1. bluebrightly sagt:

        There are so many challenges in this little space, surrounded by cement, with the competition from the tree, both above and below. I wonder about another thing – the fungus in the soil that connects the plants with water, and with the tree. That system is so important in the woods. I wonder what part it plays in a place like this?

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        1. pflanzwas sagt:

          A very good question! Many towntrees suffer from little space, too less water – maybe there isn’t any place for a fungus… But it is interesting to see, how some trees suffer, others look excellent! Lucky ones!

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  10. Wilder Meter sagt:

    Drei Pflanzen, die es hier in München im knochentrockenen Straßenbegleitgrün geschafft haben: Schafgarbe, Felsennelke und Gelbe Resede. Die Stadt hat erst sehr spät gemäht, da konnt man das beobachten.

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    1. pflanzwas sagt:

      Felsennelken? Die kenne ich gar nicht, nicht aus dem Stadtbild. Die Gelbe Resede kenne ich höchstens vom Kanal. Da macht sich wohl der Süden bemerkbar bei euch? Schafgarbe sehe ich hier auch, viel Pippau. Ich freue mich ja über die Wilde Möhre, die Kleesorten (Wundklee und Hornklee) und setze auf den Natternkopf! Wenn die dort gedeihen, auch zukünftig, wäre ich glücklich. Ansonsten ist das Gras unter dem Baum fast Heu.

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