Nach einer frostigen Nacht

am
Mauerbienen sind nicht zu bremsen

Die Nacht von Samstag auf Sonntag war noch mal ziemlich frostig hier. Irgendwas zwischen -4 und -6 Grad. Ich frage mich dann immer, wie die Mauerbienen in ihren Niströhren klarkommen und bis zu welcher Temperatur sie das überstehen. Solange sie in den verschlossenen Niströhren sitzen, also bevor sie schlüpfen, können sie wohl eine ganze Menge ab. Ich glaube, ich las mal was von -15 oder -25 Grad, aber das weiß ich leider nicht mehr so genau. Draußen in der Natur in irgendwelchen Halmen müssen sie das ja auch überstehen.

Diese kalte Nacht konnte ihnen jedenfalls nichts anhaben. Kaum kam die Sonne um die Ecke, streckten sie ihre Köpfe raus und flogen bei niedrigen Temperaturen gleich los. Sonne=NektarundPollen=Nestbau. Mehr interessiert die nicht :-)

Als ich auf den Balkon trat, „quollen“ sie geradezu aus ihren Niströhren. Das sah putzig aus! Das hier sind alles Weibchen der Gehörnten Mauerbienen Osmia cornuta.

Überall wird rausgelinst. Nur schnell los und weitermachen…

Die roten Markierungen an den Röhren sollen mir helfen, nächstes Jahr festzustellen, ob alle Nester verlassen werden. Wenn nicht, öffne ich sie später im Jahr und reinige sie grob.

Jetzt, bei Wind und Regen bleiben sie drinnen. Nicht eine Nase ist zu sehen.

Two days ago we had a cold night, it was freezing and about minus 4 to 6 degrees. I was wondering how the wild bees in the nesting tubes cope with these temperatures. But with the first sun on the balcony the following morning, they were almost „falling“ out of their nesting tubes and couldn’t wait to continue, what they have to do: drink nectar, get pollen, build nests :-)

Now the weather is rainy and windy and they are all in their tubes. No nose can be seen ;-)

27 Kommentare Gib deinen ab

  1. Ule Rolff sagt:

    So ein Betrieb, unglaublich! Sehr rührend finde ich diesen Eifer, mit dem sie sich der Vorbereitung auf die neue Generation widmen. Wie schön, dass du so einen Moment des Gewimmels erwischt hast.

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    1. pflanzwas sagt:

      Es sah wirklich witzig aus, wie sie da zeitgleich rauskamen. Sie machen, was sie machen müssen, da gibt es kein Fragen oder Abwarten oder Überlegen. Wie programmiert. Hat so seine Vor- und Nachteile ;-)

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  2. einfachtilda sagt:

    Jetzt bleiben sie aber in ihren Röhren. Keine Sonne, Regen.

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    1. pflanzwas sagt:

      Ja, daß heißts abwarten und Tee trinken 😁

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  3. hanneweb sagt:

    Diese Niströhren sind ja sehr interessant und es herrscht trotz Kälte richtig schönes Getümmel davor. Bei meinen Insektenhotels war auch so viel los als noch die Sonne schien und nun ist da erstmal Ruhe. Tolle Aufnahmen konntest du machen! 😉
    Liebe Grüße von Hanne

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    1. pflanzwas sagt:

      Danke Hanne. Ja, jetzt ist Pause. Den Regen brauchten wir dringend. Mal sehen, wann es für die Summser weitergeht :-) LG

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  4. picpholio sagt:

    This look like a very efficient insect hotel !

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  5. My mason bees are still sleeping in their tubes and holes. Days are too gloomy.

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    1. pflanzwas sagt:

      Here too. Rain and storm. They will have to wait for better days. Nice to hear that you have an insect hotel too :-)

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  6. Fotohabitate sagt:

    Dad freut mich zu lesen! 😍

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  7. Du hast ja tolle Niesmöglichkeiten geschaffen… Was für ein Material sind die kleinen Röhrchen? Ich habe festgestellt, dass sie Bambus gar nicht so mögen…
    Es ist ja nicht so, als gäb es nicht genug andere Möglichkeiten, aber ich würde es gern ausprobieren
    Frost gab es hier auch, hoffe, es wird jetzt besser.
    Liebe Grüße
    Nina

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    1. pflanzwas sagt:

      Hallo Nina, die Röhren sind aus Pappe und man kann sie sich im Internet bestellen. Es gibt in der Regel drei Durchmesser. Die Größten sind 8 mm im Durchmesser und werden gerne von den ersten, den Gehörnten Mauerbienen genommen. Die mittleren, mit 6 mm, werden bei mir von den Rostroten Mauerbienen genutzt, die mögen aber auch Bambusröhren sehr gern. Für die Gehörnten sind meine Bambusstäbe oft zu klein, sonst gehen die da auch rein. Die ganz kleinen Röhren werden bei mir kaum genutzt. Vielleicht mal von einer Maskenbiene. Manchmal muß man auch ein bißchen abwarten. Neue Röhren beziehen sie nur, wenn sie „Druck“ haben ;-) LG

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      1. Es kann sein, dass die Wespen sie zu viel gestört haben. Als ich es bemerkt habe, wurde der Schlitz, der ja eigentlich für andere Insekten sein soll, verschlossen. Dann kam das kalte Wetter und gestern habe ich nicht geschaut…
        Es geht hauptsächlich um die Mauerbienen.
        Na, ich schaue mal
        Danke!

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        1. pflanzwas sagt:

          Die Wespen? Die sind zur Zeit doch noch gar nicht richtig aktiv? Also hier flog bislang nur ne Wespenkönigin rum und sucht noch nach ner Nistmöglichkeit. Oder ist eine in dein Hotel eingezogen?

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          1. Die Haus Feldwespen waren das wohl, mehrere, nicht nur eine einzelne Wespen Königin.
            Ich lese jetzt mal nach, ob da mehr den Winter überstehen.

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            1. pflanzwas sagt:

              Okay, die sind ja auch nett als Untermieter :-) Bei mir holen sie immer nur Wasser. Die müssen irgendwo am Dach nisten.

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          2. Gerade entdeckt, dass mehrere Jungköniginnen im Frühjahr „zusammenarbeiten“

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            1. pflanzwas sagt:

              Ja, die Jungköniginnen überwintern und fangen gemeinsam an ein Nest zu bauen und später wird eine zur Managerin ;-) Ich mag sie inzwischen ganz gerne.

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  8. Nistmöglichkeiten
    Diese Autokorrektur schon wieder

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    1. pflanzwas sagt:

      Das habe ich glatt überlesen. Niesmöglichkeiten, haha. Die möchte ich nicht schaffen, lach!

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  9. bluebrightly sagt:

    So maybe the next time I’m cold I should just squeeze into a muddy tube? ;-)

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    1. pflanzwas sagt:

      Good idea! Please tell me, if it worked 😉

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      1. bluebrightly sagt:

        You would say that!! ;-)

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