Immer noch Pilze

Von Eckenscheibchen bis Zitterlinge

Die Pilze gehen mir nicht aus. Im Winter ist das mit der Flora und Fauna bekanntlich übersichtlich, aber zum Glück sind da die schönen „Lückenfüller“.

Der Fleischrote Gallertbecher Ascocoryne sarcoides ist einer von den Pilzen, die ich mal erkenne. Die Farbe ist echt auffällig und dieses Glibberige auch :-) Die Formen können unterschiedlich ausfallen, aber die Farbe fällt immer auf.

Inzwischen ist es auch in unserer von Trockenheit geplagten Gegend nass genug und so sprießen am Totholz die Drüslinge. Von diesen schwarzen Glibberdingern gibt es einige Varianten. Ich tippe hier auf den Warzigen Drüsling Exidia nigricans. Zur Gattung gehören Gallertpilze, Zitterlinge oder besagte Drüslinge. Es gibt weitere Gesellen mit illustren Namen wie Stoppeliger Drüsling, Teerfleckendrüsling, Kandisbrauner Drüsling, Abgestutzter Drüsling und derlei mehr.

Wenn sie frisch sind, sehen sie besonders hübsch, okay, interessant aus. Ich freu mich immer, wenn ich sie sehe. Wieder eine der wenigen Arten, die ich erkenne ;-)

Zum xten Mal ein paar von den Geweihförmigen Holzkeulen Xylaria Hypoxylon. Ich mag sie zu gerne, die putzigen Dinger!

Die kleinen braunen Pilze kenne ich nicht, aber diesen Grüppchen kann ich immer nur schwer widerstehen, besonders wenn sie so hübsch am Holz kleben und aus dem Moos hervorkommen.

Für mich alte Bekannte, sind die hier im Stadtwald häufigen Kohlenbeeren Hypoxylon spec., die stets am Holz wachsen. Ich sehe sie meist auf Totholz. Da gibt es ebenfalls verschiedene Varianten, Nebenfruchtformen und was weiß ich – bzw. weiß ich nicht! Hier scheinen sich die Kohlenbeeren noch mit anderen Pilzen zu mischen.

„Wir“ belassen es für heute bei Kohlenbeeren. Ich will mich da nicht festlegen, vielleicht sind es die Zusammengedrängten Kohlenbeeren Hypoxylon cohaerens.

Sie wächst mit Vorliebe auf Buche, ist aber auch an anderen Bäumen zu finden. Ich finde, sie geben dem Holz doch Charakter :-)

Hier verhält es sich ähnlich, wie bei den schwarzen Drüslingen oben: es gibt wieder eine bunte Auswahl, naja, hier wohl eher eine farblose Auswahl. Es könnte der Weißliche Drüsling sein, Exidia Thuretiana, aber da der noch einige Verwandte hat, wie beispielsweise den Kerndrüsling, belasse ich es auch hier bei Gallertpilzen :-) Sie kommen recht unscheinbar daher.

Bis heute hat sich mir nicht erschlossen, was diese schwarzen Flächen sind.

Ich könnte mir das Flächige Eckenscheibchen Diatrype stigma vorstellen. Wäre doch toll, allein des schrägen Namens wegen! Bei 123Pilze.de lese ich, daß er im Anfangsstadium rotbraun ist und als Folgezersetzer an Totholz (gerne Rotbuchen) zu finden ist. 2020 sah der Baum noch so aus klick.

Diese Pilzsuchseite ist sehr zu empfehlen, nicht nur wegen der umfassenden Möglichkeiten, sondern weil bei jeder Pilzart weitere, ähnliche Pilzarten aufgeführt sind. Wenn man also einen vagen Anhaltspunkt hat, kann man gut weitersuchen und auch fündig werden. Nur ich nicht, weil ich immer zu viele ähnliche Arten finde, seufz.

Zuletzt, oder fast, das Giraffenholz Xylaria longipes. Gebildet wird dieses Muster durch das Myzel eines Pilzes. Das kann z.B. das Myzel der Holzkeulen, aber auch anderer Pilzarten sein. Durch das Myzel entstehen ggf. helle Flächen auf dem Holz. Diese Pilzart ist ein Weißfäuleauslöser. Schick oder?!

Entzückend sind diese Miniaturpilze. Die waren maximal 1,5 cm groß. Vater, Mutter, zwei Kinder oder so :-)

Fortunately there are always enough mushrooms in wintertime, when there is not much growing or when there are no insects around. A big variety and always something new. I always try to guess what I see, the emphasis is on guessing ;-) But with or without a name I enjoy the variety of these beautiful mushrooms.

15 Kommentare Gib deinen ab

  1. Gallertpilze…von ihrer Konsistenz her sehr naheliegend im Namen.
    Umfangreich deine Schau, sollte sie morgen noch am PC anschauen 😀

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  2. Alleine die Namen…
    :)
    Liebe Grüße
    Nina

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    1. pflanzwas sagt:

      Damit könnte man ganze Geschichten verfassen :-) Gerade bei den Pilzen gibts so schräge Dinger.

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  3. Faszinierend, sowohl die Namen als auch die flächigen Formen. Liebe Grüße

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    1. pflanzwas sagt:

      Danke Jürgen. Die Natur bleibt stets inspirierend. Vielleicht deshalb auch die fantastischen Namen ;-) LG Almuth

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    1. pflanzwas sagt:

      Vielen Dank. Bei Pilzen kann ich nur schwer wiederstehen.

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  4. puzzleblume sagt:

    Diese Vielfalt begeistert mich und die Bilder sind super.
    Das Foto vom Fleischroten Gallertbecher erinnert mich an die Frage, warum die TV-Teilnehmer beim „Perfekten Dinner“ immer wieder rohes oder halbrohes Fleisch und Thunfischtatar als höchstes Ziel der Kochkunst hypen. Ich gucke wohl wetterbedingt zur Zeit zuviel fern.

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    1. pflanzwas sagt:

      Ich glaube, du guckst tatsächlich zu viel fern ;-)

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  5. Ule Rolff sagt:

    Lauter Punkte, ich bin begeistert.
    Besonders lieb finde ich Winzlinge auf dem letzten Bild, Almuth.

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    1. pflanzwas sagt:

      Stimmt, habe ich gar nicht bemerkt :-) Ja, die gehen mir auch immer zu Herzen – irgendwie.

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  6. bluebrightly sagt:

    It seems to me that the closer you look, the more strange things you find. At first, it’s mushrooms, which can be strange enough. But then you get into the really tiny fungi and they open up a whole new world.
    The texture studies here are great. I’m drawn to the next-to-last photo of those branches with the beautiful pattern of fungal growth on them. So subtle, like a net in the photo on the left. Thanks for the tour! :-)

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    1. pflanzwas sagt:

      I always hope to find more strange things 🙂 These kind of mushrooms are really a nice kind of decoration and textures are always my favorite, but I think yours too 🙂

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  7. Das sind ja wieder interessante Exemplare… die einen wie zerdrückte Beeren, andere wie Hundehäufchen. Pilze sind einfach super.

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    1. pflanzwas sagt:

      Kicher. Hundehäufchen, so habe ich es noch nicht gesehen. Aber du hast Recht, es ist alles dabei :-)

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