Zimmerreise mit E wie Erinnerungskiste

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Dank meiner letzten Zimmerreise zum Buchstaben D, bin ich auf diese Idee für eine Geschichte mit E gekommen. Als ich nämlich mein Nilpferd vom Töpfermarkt suchte, dachte ich, daß es in meiner Erinnerungskiste gelandet sein könnte. War es aber nicht. Aber die Kiste war entdeckt. Sie steht in der Abstellkammer im Regal und enthält verschiedene Dinge vergangener Zeiten, die ich nicht mehr benötige, nicht wirklich. Okay, ein bißchen Krimskrams ist auch noch drin, Sachen, die sonst nirgends Platz fanden.

Was es mit den Zimmerreisen auf sich hat, findet ihr hier.

Die Kiste enthält Erinnerungen an meine Kindheit, schöne Dinge oder Gegenstände, mit denen ich etwas Besonderes verbinde. Beim Durchsehen fiel mir auf, daß ich bei einigen Gegenständen nicht mehr weiß, wie sie zu mir kamen. Zu manchen Dingen könnte man eine eigene Geschichte schreiben, aber ich versuche, mich kurz zu fassen ;-)

Wie erwähnt, brauche ich die meisten Dinge nicht mehr, aber wenn ich sie sehe, freue ich mich dran. Ich nehme die Sachen in die Hand, lächel, denke an etwas Schönes, schweife ab, bis ich alles wieder einpacke und die Kiste schließlich wieder wegpacke. Verrückt, ich weiß. Ein paar der Sachen könnten zwar bald mal entsorgt oder weitergegeben werden, aber den anderen Teil muß ich noch ein Weilchen behalten.

Viele kennen vermutlich den Film „Die fabelhafte Welt der Amelie“? Es gibt in dem Film eine Szene, in der Amelie im Treppenhaus einen losen Stein in der Mauer entdeckt. Dort ist eine kleine metallene Schatulle versteckt, die verschiedene Gegenstände eines Kindes enthalten: eine Spielfigur, Murmeln, ein paar Spielkarten o.ä. Sie macht sich auf die Suche nach dem früheren Besitzer und läßt ihm heimlich seine Schatulle zukommen. Der ist total erstaunt und dann völlig aus dem Häuschen, als er die Schätze seiner Kindheit wieder entdeckt. Sofort tauchen Bilder aus der Erinnerung auf. Er freut sich, genauso wie Amelie, die ihn dabei heimlich beobachtet hat :-)

Ich glaube, viele Menschen können diese Filmszene sehr gut nachempfinden, jedenfalls geht es mir so. Entweder man denkt an eigene alte Spielsachen oder an die Momente, wo man mit seinen Freunden gespielt hat. Wie dem Mann mit seiner Schatulle im Film geht es mir mit meiner Schatzkiste. Sie enthält zum Beispiel ein paar Flummis. Ich glaube, den größten bekam ich zu einem Geburtstag geschenkt. Er ist wirklich groß, vielleicht 6 oder 8 cm, und wenn man ihn springen ließ, mußte man aufpassen, daß man ihn nicht verlor, so viel Sprungkraft hatte er!

Neue und alte Flummis, inzwischen etwas vergilbt.

Dann sind da noch ein paar Spiele. Kennt noch jemand Tangram? Es ist eine übersichtliche Anzahl unterschiedlicher geometrischer Formen. Es gibt ein kleines Heft, in dem mehrere Figuren dargestellt sind. Nun muß man versuchen, mit den zur Verfügung stehenden Dreiecken, Würfel und Trapez die Form nachzubauen. Das ist verdammt knifflig und ich muß sagen, daß ich es oft nicht hinbekomme. Manchmal hole ich es hervor und spiele eine kleine Runde. Meine Eltern hatten noch eine schönere Version, die war aus rötlichem Stein oder Ton.

Dann ist da noch ein Reiseschachspiel. In meiner Kindheit habe ich tatsächlich ein wenig gespielt. Heute kenne ich die Regeln kaum noch. Außerdem ein Jojo. Hat nicht jeder mal ein Jojo gehabt? Und dann von einer Familienurlaubsreise ein kleines Bilderandenken aus Spangenberg (ich mußte eben erst mal gucken, wo das liegt).

Dann ist da noch ein Portemonnaie, das ich nie wirklich benutzt habe, aber das schöne Gewebe hat mich immer so angesprochen. Lustigerweise konnte ich mich jetzt selbst überraschen, als ich es öffnete. Den Inhalt hatte ich vergessen: ein paar irische Münzen, ein Busticket aus Killarney und ein Kassenbon eines irischen Supermarktes. Ach ja, und eine Kinokarte, doch davon später mehr.

Dann ist da noch dieser süße Koalabär. Ich bekam ihn von meiner Großmutter geschenkt. Er konnte tatsächlich „klammern“, so daß ich ihn an einer Jacke oder am Pullover festklemmen und mit mir herumtragen konnte. Ich glaube, daß habe ich viel gemacht, denn seine Hände waren irgendwann etwas abgenutzt.

Außerdem sind da noch ein paar emaillierte Tierfiguren. Das war so ein Trend in den 70ern. Es gab farbiges Pulver und man brauchte eine Unterlage aus Kupfer, soweit ich mich entsinne, das konnten auch Pfennige sein. Man verteilte das Pulver nach Lust und Laune. Dann kam alles in einen kleinen Emaillierofen und heraus kam das, was hier zu sehen ist. Zuletzt sind da noch ein paar kleine schmucke Holzelefantenanhänger aus irgendeinem Laden mit nettem Gedöns.

In der Kiste sind noch viele weitere Gegenstände, aber ich kürze die Geschichte hier mal ein wenig ab. Ich muß ja noch auf die Kinokarte zu sprechen kommen!

Ich war zweimal auf Interrailreise nach Großbritannien und Irland, beide Male mit der gleichen Freundin. Eine Reise machten wir direkt nach dem Abi, die zweite zwei Jahre später. Bei der ersten Reise machten wir in den Yorkshire Dales halt, in Aysgarth. Dort übernachteten wir in einer Jugendherberge. Es gab ein paar Häuser, einen Friedhof mit grasenden Schafen und eine Kirche. Der Bus fuhr dreimal am Tag. Alles klar?

Die Landschaft war traumhaft, es war ruhig und außer dem Summen der Bienen und dem Blöken der Schafe, war nur noch der Wind zu hören. Ganz in der Nähe gab es die Aysgarth Falls, ein kaskadenartiger Wasserfall, der sich über knapp eine Meile und mehrere Stufen erstreckt. Als wir dort waren, war der Wasserstand nicht sonderlich hoch bzw. wir waren an einem Abschnitt, wo man von Stein zu Stein springen und ein bißchen durchs flache Wasser laufen konnte. Der Stein ist Kalkstein und war an vielen Stellen ausgespült, ausgehöhlt. Überall gab es Kuhlen, Löcher, flache Mulden. Es sah ein bißchen aus wie Emmentaler :-) Jedenfalls total faszinierend. Wir waren begeistert!

Schnitt: zwei Jahre später!

Meine Freundin und ich sind im Nordwesten Irlands, in Sligo. Abends gehen wir ins Kino, es läuft ein neuer Robin Hood Film mit Kevin Costner und Alan Rickman als genialisch guten wie witzigen Sheriff von Nottingham. Wir sitzen im Kino und mitten im Film zucken wir zusammen und stoßen uns gegenseitig in die Rippen! Was sehen wir dort auf der Leinwand? Die Aysgarth Falls! Kaum zu glauben, aber wahr. Es war so schräg! Erst der Umstand, daß wir beide vor 2 Jahren an genau diesem Ort waren und dann die Tatsache, daß ausgerechnet wir beide zusammen diesen Film sahen. Es war echt skurril. Selten hatte ich so ein schräges Déjà-vu!

Wenn ich das Foto von den Wasserfällen noch finde, füge ich es hier morgen noch ein.

Das ist das Schöne an dieser Erinnerungskiste. Ein paar Gegenstände und schon gehen die Gedanken auf Reisen. Natürlich erinnert man sich an vieles auch ohne Objekte, aber manches wäre vielleicht auch schon vergessen, wenn man nicht immer wieder drauf gestoßen würde. Ich freue mich jedenfalls jedes Mal an den Dingen. Lustig ist auch, als ich die Sachen einem Freund zeigte, daß auch der sofort in Erinnerungen an seine Kindheit abtauchte und wir ins Erzählen kamen. So wirkt die Erinnerungskiste wie eine Kettenreaktion und ich bin mir sicher, auch bei manch einem von euch wird sie Erinnerungen wecken :-)

 

46 Kommentare Gib deinen ab

  1. puzzleblume sagt:

    Deine Vermutung, dass der Inhalt deiner Erinnerungskiste nicht nur an deine Erinnerungen rührt, trifft absolut zu. Die Flummis und die Emaillesachen vor allem, solche hatte ich auch. Aber auch die Elefäntchen erinnere ich als eine Zeitlang allgegenwärtig. Ein paar Schachteln und Plätzchen für alte Schätzchen müssen einfach sein.

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    1. pflanzwas sagt:

      Ich habs fast geahnt, daß die Emaillesachen nicht unbekannt sind :-) Ich weiß gar nicht, wann die Zeit der Flummis vorbei war? Am liebsten würde ich wieder mal welche springen lassen! Ja, ich finde auch, wenigstens ein kleines Schächtelchen braucht man doch :-)

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      1. puzzleblume sagt:

        Das Emaillieren war Anfang der 70er, soweit ich mich erinnere, die Flummis gabe es in mehreren Wellen. Zuerst in den späteren 60ern, eher noch gross und noch nicht transparent, dann kamen in den 70ern die Automaten auf, und seitdem hat das doch gar nicht wirklich aufgehört, oder? Meine Kinder haben auch ganze Flummi-Horden angesammelt.

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  2. Ulli sagt:

    Liebe Almuth, heute zeigte ich u.a. eine Kramkiste, die gleichzeitig auch eine Erinnerunskiste ist. Wie bei dir erzählt alles, was darin zum Vorschein kommt eine eigene Geschichte. Eigentlich ist es meine Schatzkiste und darin sind weitere Schatzkistchen. Ich nannte das Bild für ein Fotoprojekt: Kramkistchen in der Kramkiste.
    Ich gebe dir Recht, manche Erinnerungen brauchen solche Kistchen.
    Herzliche Grüße
    Ulli

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    1. pflanzwas sagt:

      Das muß ich mir noch ansehen, deine Kramkiste Ulli! Ist ja lustig, daß du dich damit auch gerade befaßt. Und schön, daß du auch so kleine Schätze hütest :-) LG Almuth

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  3. Nati sagt:

    Erinnerungskisten…., ja wer hat sie nicht.🙂
    Ich habe sogar welche für meine Jungs bestückt, die sie mitnehmen können wenn sie mal ausziehen werden. Ist doch schön ein Teil der Kindheit/des eigenen Lebens dort hinein zu legen.
    Eine sehr schöne Zimmerreise von dir Almuth.

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    1. pflanzwas sagt:

      Das finde ich auch eine schöne Idee von dir, Kisten für deine Kinder zu machen. Ich glaube, die freuen sich, wenn sie so überrascht werden, zumal wir alle trotz gemeinsamer Erlebnisse oft andere Details abspeichern. Danke Nati :-)

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      1. Nati sagt:

        Wir haben sie im Laufe der Jahre zusammen bestückt.
        Irgendwann haben sie ihre eigenen Wünsche gehabt, was ja auch verständlich ist.
        So wurde es Jahr für Jahr eine schöne Mischung „wichtiger Dinge“.

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        1. pflanzwas sagt:

          Das dachte ich noch, daß jeder andere Prämissen hat, aber trotzdem gut. Manchmal kommt was dazu, was man selbst nicht bedacht hätte und freut sich dann.

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          1. Nati sagt:

            Solch eine Erinnerungskiste ist ein weitverbreitetes Phänomen, lach…

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            1. pflanzwas sagt:

              Ich bin echt erstaunt und dachte schon, nur ich wäre so komisch drauf ;-)

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            2. Nati sagt:

              Habe ich schon gelesen, grins….
              Ich finde es überhaupt nicht komisch.
              Steckt doch ein kleines bisschen eigenes Leben in solch einer Kiste.

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  4. Wer hat die nicht, diese Kisten?. Bei mir ist das Problem, dass ich einige davon habe, verteilt im Haus. Ich sollte mich mal auf den Weg machen. Liebe Grüße

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    1. Fjonka sagt:

      Das geht mir ebenso, ich habe eine „Kindheitskiste“, eine Folgä-Schublade, eine alte-Papiere-und-so-Erinnerungsschublade…. habe schon beim lesen dieses Beitrags gedacht, daß ich die eigentlich mal alle zusammenführen sollte, dann las ich Deinen Kommentar…

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      1. pflanzwas sagt:

        Für das Zusammenführen bräuchte man dann vermutlich einen Koffer oder einen sehr großen Umzugskarton ;-) Ich habe da auch noch mehr, seufz.

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    2. pflanzwas sagt:

      Ich dachte bislang, daß die nicht jeder hat ;-) Ja, mach das, wer weiß, was du noch entdeckst! LG

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  5. Ein wunderbares Sammelsurium an Memorablien!

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    1. pflanzwas sagt:

      Memorablien ist ein schönes Wort dafür. Oder Reminiszenzen :-) Danke Arno!

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  6. gkazakou sagt:

    Sehr schön deine Erinnerungskiste und angenehm zu lesen. Ich habe so was nicht, denn den vielen Umzügen, insbesondere dem großen nach Athen, wo alles in einen Bahncontainer passen musste, ist sehr viel zum Opfer gefallen. Fotos wirken auf mich genauso als Erinnerungszünder. Liebe Grüße!

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    1. pflanzwas sagt:

      Das kann ich gut verstehen, daß Umzüge so manches schlucken (ob nun absichtlich oder versehentlich) und wenn man sich verkleinert, muß man sich auch von vielem Trennen. Ein paar Kleinigkeiten würde ich vermutlich immer aufheben, aber es muß nicht alles sein. Das mit den Fotos sehe ich genauso :-) Danke Gerda!

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  7. Ule Rolff sagt:

    Wie schön ist es, mit dir zu reisen, liebe Almuth. Der alte Kram in Schächtelchen und Täschchen ist wie die Krümel unseres vergangenen Lebens. Und zu diesen Dingen ab und an zurückzukehren, gibt unserem Leben Zusammenhalt, gibt ihm Dauer … sonst würden wir immer nur jetzt leben, und das wäre sehr kurz.

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    1. pflanzwas sagt:

      Eigentlich wäre doch das Hier und Jetzt das Wichtigste, würde ich sagen, aber das andere macht auch Freude.

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  8. kowkla123 sagt:

    so eine Kiste ist schon was Schönes, alles Gute wünsche ich dir, Klaus

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    1. pflanzwas sagt:

      Ja, ist es. Danke Klaus!

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  9. Fjonka sagt:

    Schön!!! :-) Und auch die Kommentare! Mir war nicht klar, daß es so viele Menschen mit Erinnerungskisten gibt (ich hab natürlich auch – mehrere. Muß sie mal zusammenführen!! :-)

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    1. pflanzwas sagt:

      Hattest du nicht auch schon so was erwähnt in Bezug auf eine Zimmerreise? Da dachte ich noch, ach, noch jemand, aber um ehrlich zu sein, bin ich auch baff, daß das so verbreitet ist :-) Und ich dachte schon, nur ich wäre seltsam ;-)

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  10. Ingwer sagt:

    Ich stimme den Vor-KommentatorINNen zu, danke für’s zeigen. Dem Klammer-Koala und den Flummi hatte ich auch.

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    1. pflanzwas sagt:

      Das ist ja witzig!!! So zieht so eine Geschichte gleich weitere Kreise. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, daß man sonst Menschen trifft, die dieselben (?) Gegenstände haben. Danke dir!

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  11. Anhora sagt:

    Natürlich kenne ich Tangram! Ich habe schließlich mal bei Ravensburger gearbeitet, mein Gott, wie lange ist das her …
    Deine Erinnerungskiste und all die schönen Gegenstände darin gefällt mir so sehr, dass ich jetzt auch eine habe. Also, eine schöne Schachtel habe ich schon, soeben herausgekrustelt. Ich hatte keine Verwendung dafür, wollte sie aber auch nicht wegwerfen.
    Da ich gerade einen Cut in meinem Leben hinter mir habe, werden es nur Erinnerungen ab jetzt sein, die hineinkommen werden, und das motiviert mich, nach schönen Dingen Ausschau zu halten.
    Danke für diesen tollen Impuls! :-)

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    1. pflanzwas sagt:

      Das ist ja lustig mit Ravensburger. Ich hab keine Ahnung, wann und wie verbreitet das Spiel ist, aber ich kenne es seit meiner Kindheit. Das mit der neuen Kiste finde ich eine schöne Idee. Man muß ja nicht nur für Vergangenes ein Plätzchen haben. Dann viel Spaß dabei :-)

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      1. Anhora sagt:

        Das Spiel an sich hat nicht Ravensburger erfunden, ich glaube es stammt aus Japan. Aber es war zu meiner Zeit damals ein Renner, überall sah man Tangram. Ich hatte natürlich auch eins. :-)

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        1. pflanzwas sagt:

          Ich muß mal in meinem Freundeskreis fragen. Heute sehe und höre ich nichts mehr davon, obwohl meine Ausgabe auch noch nicht uralt ist. Wahrscheinlich hat jeder das mal zu Hause gehabt :-)

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  12. frauholle52 sagt:

    Erinnerungskisten sind toll! Danke, dass Du uns mir auf Deine kleine Erinnerungsreise genommen hast! Übrigens habe ich meinen Impfpass kürzlich in meinem Erinnerungskoffer gefunden! Manchmal erhält so etwas auch nützliches Zeug! Liebe Grüße! Regine

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    1. pflanzwas sagt:

      Haha, daß ist ja auch gut :-) So oft braucht man ihn in der Regel nicht, daß ist so ein Koffer doch ein guter Aufenthaltsort :-) Liebe Grüße zu dir! Almuth

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  13. naturfund.de sagt:

    Das ist wirklich eine schöne Sache mit diesen Zimmerreisen. Deine liest sich wie ein schöne Kurzgeschichte, passend zu diesen stürmisch-regnerischen Zeiten da draußen. Eine schöne Erinnerungsreise! Beim Tangram habe ich keinerlei Aha-Erlebnis, aber bei diesen Reisen nach dem Abitur, bzw. zu Beginn des Studiums (da habe ich Erinnerungskisten) und natürlich Schach :-)

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    1. pflanzwas sagt:

      Irgendwie habe ich gedacht, daß für fast jeden ein Detail dabei ist, daß wiederum Erinnerungen auslöst. Aha, Schach, spielst du noch? Ich hätte Lust, es mal wieder auszuprobieren, aber wie gesagt, viel ist weg. Und wo ging es bei dir hin auf den Reisen?

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      1. naturfund.de sagt:

        Kein Schach mehr, ein bisschen leider, aber letztlich spiele ich andere Sachen lieber. War aber zu Grundschulzeiten im Schachteam :-) Paris, London, NY. Meine Städtereisen zu Beginn des Studiums. Paris noch mit dem Nachtzug, London dann mit den ersten Billigflügen (allerdings nicht so billig wie es in den letzten Jahren unsinniger Weise wurde), dann später den Flug nach NY mit dem bisschen Geld was für Sofa und Bett in der ersten eigenen Wohnung gedacht war :-) bezahlt. Musste dann halt erstmal die alte Matratze für längere Zeit herhalten :-) . Es war toll, mit wie wenig Geld man damals durch den Urlaub gekommen ist. Kaum Geld für Essen, aber Entdecken konnte man ja fast ganz umsonst. Und in London die meisten Museen ohne Eintritt. Ein Traum. Die Eintrittspreise hier bei uns aktuell, da muss ich schon wirklich in eine Ausstellung wollen.

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        1. pflanzwas sagt:

          Da bist du ja weit rumgekommen. P und L war ich auch schon, NY wäre noch ein Traum von mir. Mutig, daß du das gemacht hast und das Geld für die Matratze auf den Kopf gehauen hast ;-) Manchmal muß man sowas machen! Ja, eigentlich war das anspruchslose Reisen in jungen Jahren oft sehr schön und abenteuerlich :-)

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          1. naturfund.de sagt:

            Zum Glück habe ich diese Städtereisen damals gemacht. Mein erstes Mal NY war sehr spontan, ich bin quasi einem Freund hinterher gefahren, der mit 4 Frauen unterwegs war. NY war damals doch mein absoluter Traum. Also sind wir ein paar Tage vor seinem Abflug losgezogen, haben für mich einfach noch einen Flug gebucht und einen Tag nach ihm bin ich hinterher geflogen. Alles was ich hatte war der Name eines Hotels ;-) Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Als ich vom Flughafen nach Manhattan im Taxi saß, da kam das Muffensausen. Was wäre, wenn ich etwas falsch aufgeschrieben hatte, dann würde ich ihn im Hotel nicht finden, hätte aber auch sonst keinerlei Möglichkeit, ihn zu erreichen. Also ganz und gar allein mitten in NY mit nicht gerade viel Geld in der Tasche 😅 Aber alles ging gut aus. Weitere Reisen, also weiter entfernt, habe ich seit damals gar nicht gemacht. Nur nochmal NY 2 Jahre später mit mehr Geld dank eines Studentenjobs in einer Fotopresseagentur. Ach ja, schwelg …

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            1. pflanzwas sagt:

              Das klingt echt abenteuerlich :-) Toll, daß du es gemacht hast. Was war man mal spontan oder? Fotopresseagentur – dann hast du schon länger mit Fotografie zu tun oder hast du da was anderes gemacht? Ach ja, schöne Erlebnisse. NY stelle ich mir megaspannend vor. Vermutlich könnte man da Wochen verbringen, so wie in allen Weltstädten :-)

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            2. naturfund.de sagt:

              Oh ja, ich konnte Ewigkeiten einfach nur zu Fuß durch ganz Manhattan streifen. Hatte aber beide Male „nur“ 10 Tage. Heute wäre das wohl nicht mehr mein Ding, zumindest nicht mehr 10 Tage mitten in dieser Großstadt :-) Naja, wer weiß, wenn man erstmal da ist … Nein, kein Bezug zur Fotografie, ganz was anderes :-) Hat mich damals auch noch gar nicht inspiriert. War aber auch eine Celebrity Fotopresse, damals natürlich spannend für mich, aber nicht wegweisend :-)

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            3. pflanzwas sagt:

              Toll. Ich mag es gerne, einfach so durch die Straßen zu schlendern und sich überraschen zu lassen. Das ist wahr, Großstadt ist so eine Sache. Nur Pflastertreten finde ich für so eine lange Zeit schon anstrengend. Irgendwann fehlt mir das Grün und die Ruhe.

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            4. naturfund.de sagt:

              Mir mittlerweile auch. Früher war ich absolut großstadtsüchtig 😀

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            5. pflanzwas sagt:

              Ausgleich ist immer gut :-) Die Mischung machts.

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  14. bluebrightly sagt:

    I gave this post to the translator and it did a pretty good job. :-) You wrote beautifully about going through the memory box hidden in the closet. I love the Ireland story…and you triggered so many great comments from readers. I don’t have a box like this because like Gerda, I have moved so many times – probably 20 times over the years. But I do have a few things from my childhood (drawings!) and from my mother’s and even my grandmother’s childhood! It’s funny but sitting right in front of me today is a gold watch that was my grandmother’s, then my mother’s, then mine. I got it out after I saw it in a drawer and decided to take it to be fixed. The watch doesn’t work and the crystal is broken. It seems disrespectful to leave this beautiful object that has lasted so many years, broken in a drawer.
    Memories! I hope my watch goes to someone who cares for it, and I hope your things do, too.

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    1. pflanzwas sagt:

      20 times, wow! You are right, you must be a traveller with small luggage then! I like the story of your goldwatch and how nice to remember your mother and grandmother in this way. Now you carry them with you :-) I think many of us have something like that lying around. As it seems we must reach a special age to get back to these things. Most of the things from the box haven’t this kind of value, but there may be a few other things I would be happy to get in good hands.

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