Ahorn kreativ 1

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Verschiedenes

Ich habe weitergespielt mit dem Ahornblatt aus Papier. Das heißt, diesmal habe ich mich auf die Blattadern konzentriert. Die wollte ich nachahmen, mit Stengeln und Zweigen aus der Natur, mit Papier, welches ich mit den Pflanzenteilen vernäht habe. Vom Ahornblatt ist heute allerdings nicht mehr viel zu sehen; es ist teilweise sehr abstrakt geworden, aber das schadet ja nicht. Ich bin nicht von allem überzeugt, aber ich zeige jetzt mal die Wege, die ich dabei nach und nach beschritten habe. Es kam immer eins zum anderen, so daß ich das Gefühl habe, es gehört hier alles zusammen hin.

Ich dachte, ich nähe Pflanzenstengel auf und habe von draußen ein paar Knoblauchsraukenstengel mitgenommen. Was ich nicht bedacht hatte, sie sind wie aus Stroh und beim Nähen mit der Nähmaschine habe ich sie „platt“ gemacht. Das war nicht meine Absicht.

Mein zweiter Versuch erfolgte dann mit kleinen Eichenzweigen. Hier hatte ich ein anderes Problem, ich durfte mit der Nadel nicht auf die Zweige aufkommen, sonst wäre sie gebrochen. Ich wollte unbedingt die Nähmaschine nehmen, mit der Hand wäre das alles einfacher gegangen.

Transparentpapier und Stengel…Ich mag die Wirkung von Transparentpapier ganz gern, dieses durchscheinende, halb verdeckte. Ein interessantes Material.

Licht und Effekte.

Ich habe noch überlegt, ob ich das hier zeigen soll. Irgendwie kam mir der Gedanke, daß diese Blattadern so steril und leer aussehen und so habe ich sie gefüllt. So finde ich es nicht sonderlich interessant, aber vielleicht in einer anderen Form für die Zukunft.

Es mußte was passieren mit diesen Flächen. Ein weiterer Versuch mit Schrift bzw. Stift und Farbe.

Ein schräger Effekt an dieser Reihe war dann die Beleuchtung der „schnöden“ Zweige auf weißem Grund. Ich hatte sie testweise zunächst aufs Papier genäht. Dann kam die Idee mit der Lampe und voilà, der Mond ist aufgegangen ;-)

Dann habe ich mich noch mit dem Ahornblatt auf Papier beschäftigt. Es reizte mich, Löcher hineinzumachen, die gegen das Licht gut zur Geltung kommen. Mit der Nähmaschine habe ich dann noch das Papier frei bestickt, um die kleineren Blattadern zu betonen.

I did some more playing with the maple leaf I wrote about some days ago. This time I focused on the leaf veins, which I wanted to imitate with other materials. Not everything is interesting, but I wanted to show you the steps I took. I took some light stems and wanted to sew them onto a piece of paper – with my sewing machine. Not good! It is possible to sew it, but I didn’t notice how weak these stems are, rather like straw, so while sewing them they got flat. Not what I wanted. So I left the rest unsewed for a more plastic effect.

Second try with thicker stems from an oaktree. That was better, but again I had to be careful not to break the needle of my machine. I think the stems fit very well on the maple leaf print. The 3rd picture is digitally processed.

A Then I worked with tracing paper. This time I sewed the stems by hand ;-) I photographed the backside, so you can see the details. Afterwards I took pictures against the light (the orange ones) and the second picture is created with the computer. Back to the leaf :-) B The white tracing paper looked a bit clean to me so I put some stones and snail shells into it. I am not really satisfied with this experiment, but I can imagine using it in a different way later on. C I wanted to fill this empty space and so I used colour and a pen, scribbling words. The 2nd picture is a detail from the backside.

Again I experimented with oak stems and I put a light behind them. Reminds of the moon, doesn’t it ;-)

Finally I worked on the maple prints again. I made holes in it and I did some freehand sewing with my sewing machine, to imitate the smaller leaf veins.

 

 

24 Kommentare Gib deinen ab

  1. mmandarin sagt:

    Großartig und inspirierend, vor Allem das Beschriebene, einfach toll. Marie

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    1. pflanzwas sagt:

      Danke Marie!

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  2. Das ist sehr viel Arbeit, aber mit Freude getan. Am schönsten finde ich das digital Bearbeitete im Lampenlicht, wo das Ahornblatt hinduchschimmert.

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    1. pflanzwas sagt:

      Dankeschön. Es freut mich, daß was für dich dabei ist :-)

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      1. Allein schön dieses Sorgfalt und Liebe! Ja, und das Gefundene ist ausnehmend schön.

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        1. pflanzwas sagt:

          Dankeschön Gisela :-)

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  3. Ule Rolff sagt:

    Das muss ja ein stundenlanger Flow gewesen sein! Wie lebendig und schön sind die Ergebnisse, jedes für sich! Ich habe diesen Beitrag gelesen wie einen Krimi, so spannend finde ich, was du da gemacht hast.
    Besonders begeistern mich (natürlich!) die beiden Beispiele mit der Schrift. Aber auch die letzten Arbeiten mit der „Lochstickerei“ und den feinen Blattadern sind irre gut. Und alles ohne Kleber 😉😃😃!

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    1. pflanzwas sagt:

      Stunden? Tagelang ;-) Ich glaube, er ist noch nicht zu Ende, hihi. Ja, im Moment kommt eine Idee nach der anderen, verrückt – oder auch nicht :-) Schön, daß dir diese Ausführungen zusagen und ja, alles ohne Kleber ^^

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  4. naturfund.de sagt:

    Sehr sehr spannend. Wenn man deine Kreativität mal loslässt :-) Das mit der Schrift ist schon sehr schick, aber mein favorite ist die Version die du auf 19 und 20 zeigst. Sehr fantasy world like. So auch die Nr. 3, wie mir nach nochmaligem Durchschauen auffällt. Freue mich auf die offensichtliche Fortsetzung.

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    1. pflanzwas sagt:

      Die freie Stickerei habe ich eine zeitlang intensiver gemacht, da hauptsächlich auf textilen Materialien. Das bietet schon viele Möglichkeiten und macht Spaß, ist nur sehr aufwendig. Danke und ja, es kommt noch mehr :-)

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      1. naturfund.de sagt:

        Ach, freie Stickerei, wieder mal etwas mit dem ich mich gedanklich noch nicht beschäftigt habe. Freue mich auf weiteren kreativen Input von dir.

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  5. gkazakou sagt:

    Ich brauche dir nicht zu sagen, Almuth, dass ich total fasziniert hier an meinem Computer sitze und deine hybriden Gebilde bewundere. Diese Mischung aus Handwerkskunst und digitalem know how ist ein Kunstausdruck, den ich zutiefst verstehe. Und die ergebnisse sind einfach bezaubernd. Auch die Kombination der strahlenförmigen Blattadern mit den spiraligen Schnecken finde ich übrigens inspirierend. Besonders gefällt mir auch der Vergleich mit den Verkehrsadern der Städte des nachts, gefallen mir die eingezeichneten Muster, die Schriftzüge, aber auch die Präsentation der Brüche, der Nähfäden, der Beleuchtungseffekte. Kurz – alles. Mich erinnert deine Arbeit von Ferne an Maria Lai, deren Arbeiten ich auf der Dokumenta sah. Schau mal (ist übrigens eine faszinierende Frau) https://gerdakazakou.com/2017/05/01/was-ich-im-emst-sah-3-botschaften-von-maria-lai-und-maria-ender/

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    1. pflanzwas sagt:

      Herzlichen Dank Gerda, deine Begeisterung freut mich besonders. Du spielst ja auch gerne mit Licht und Schatten und anderen Materialien. Bei mir kommt gerade eins zum anderen, immer neue Ideen. Lustigerweise fiel mir erst nach deinem Kommentar die Verbindung zwischen den Schneckenhäusern und Steinen und den Linien der „Adern“ auf. Das habe ich vorher ganz anders wahrgenommen. Die Seite bei dir sehe ich mir gleich an!

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  6. kowkla123 sagt:

    super schön und lehrreich, hab einen gute Tag, Klaus

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  7. bluebrightly sagt:

    First of all, I love what you did here – it is very „Almuth“ with many different ideas flying around and interesting things popping up „out of nowhere.“
    I love the partly-flat, partly rounded maple stems that are sewn halfway. To me, that works because it is more interesting to see both the sewn-down, flat stem and the free, round stem (and the threads!). Taking that photo from the back is genius. Those two images alone might have been enough but you continued (of course!). I really like the hand-sewn stems, too, especially in photo #7. I agree with you about the snail shells and rocks – it doesn’t work as well but it could be a beginning for something else. The writing is beautifully done – it looks fantastic. I didn’t think you needed to fill the space but when you did, the piece became even more interesting. You have a great eye for these things.
    Photo #17 is really cool on its own. It’s a very theatrical moon or maybe it’s a spotlight from the theatre. :-) I know I’m missing the correct order of things by starting here and working backwards – please forgive me!

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    1. pflanzwas sagt:

      It is funny, I thought that #7 maybe would find your appreciation. Sometimes I like the details more than the whole, in this picture as well as with the writings, but I had to try it all. There was just one idea after the other :-) Yes, a theatrical moon, I like that :-) It was a funny moment! Thank you Lynn!

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      1. bluebrightly sagt:

        Isn’t that interesting that you had a feeling I would like that photo? :-) One idea after another, that’s great. This, and the ones from the other post, are inspirational.

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  8. Sehr spannend. Ich finde die letzte drei Bilder sehr schön. Die gleichmäßigen Löcher im Gegenlicht wirken gut. Aber auch die Schrift hat einen schönen Effekt. Schirmchen oder Lampenschirme könne man so bauen.

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    1. pflanzwas sagt:

      Ja, sowas in der Art sah ich auch schon, als Lampenschirm mit Streben, nur meist in uni weiß oder so.

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      1. Mit Muster wäre aber noch schöner.

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        1. pflanzwas sagt:

          Kann ich mir auch eher vorstellen :-)

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  9. Beeindruckend schön! Am besten gefällt mir die „beschriftete Birke“!

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    1. pflanzwas sagt:

      Danke Christa. Für mich gehören Birkenrinde und Schrift immer irgendwie zusammen. Wahrscheinlich, weil die Rinde bei mir Assoziationen weckt :-) LG

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