Frühlingshafte Ackerhummelfreuden

Wo Nesseln blühen und Hummeln Nektar finden

Ich war draußen unterwegs. Hinter dem Haus gibt es eine Wiese mit überwiegend Quecken, aber auch anderen Gräsern. Erstaunlicherweise, oder auch nicht, finden sich dazwischen Anhäufungen der Weißen Taubnessel Lamium album oder auch mal ein Wiesen-Sauerampfer. Die Taubnesseln sind gute und wichtige Nektarquellen. Manche Arten blühen fast das ganze Jahr hindurch. Die idealen Bestäuber für die Nesseln sind Hummeln, da sie mit ihren langen Rüsseln am Besten in die Tiefen der Blüten vordringen können, sie werden aber auch von Bienen bestäubt. Die weiße Taubnessel liebt stickstoffreichen Boden und ist sehr ausbreitungsfreudig. 

Erst mal die Lage peilen. Wo bin ich hier und wenn ja, warum? Ach so, Taubnessel. Nektar!

Wie komme ich da jetzt ran?

Ach so…hier gehts lang. Huch, ich seh nix mehr!

Na, dann ran an die Blüte. Oder rin?

Hups, ein neues Outfit für den Kopf!

Wie trägt man sowas heute?

Also nee, daß ist nicht mein Ding.

Ich mach mich vom Acker!

Und sonst? Grüße vom Siebenpunkt-Marienkäfer Coccinella septempunctata zum Schluß.

Ulrike hat mich gerade daran erinnert: heute waren die ersten Mauersegler hier unterwegs, juhuuu! Ich freue mich immer sehr, wenn sie wieder da sind. Für 3 Monate werden sie jetzt hier ihre Runden drehen, nisten und ihre Jungen großziehen, bis es dann Ende Juli zurück nach Afrika geht. Für mich gehören sie zu jedem Sommer dazu, auch wenn der noch ein bißchen warten muß.

 

20 Kommentare Gib deinen ab

  1. chw sagt:

    Eine sehr geduldige Hummel. Ich habe mich in letzter Zeit auch gelegentlich an einem Portrait versucht, aber meine Models hatten immer Hummeln im Hintern …

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    1. pflanzwas sagt:

      Das haben sie meistens. Man muß echt Glück haben, wenn sie mal einen Moment länger beschäftigt sind. Nichtsdestotrotz heißt es auslösen, auslösen, auslösen :-)

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      1. chw sagt:

        Daran hab ich mich in fast 20 Jahren mit Digitalkameras noch nicht gewöhnt … Fotografisch sozialisiert mit „ein 36er Film pro Monat, im Sommerurlaub zwei“ – das prägt fürs Leben ;-)

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        1. pflanzwas sagt:

          Komisch, diese Prägung habe ich recht gut abgestreift ;-) Eher im Gegenteil. Ich neige dazu, mehr auszulösen oder zuviel?! Man kanns ja auch. Für die Insektenfotografie allerdings ein starker Vorteil!

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  2. einfachtilda sagt:

    Mit dem weißen Nesselhütchen sieht sie sooo schön aus :-)

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      1. einfachtilda sagt:

        Sehr elegant 👍🏻😊

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        1. pflanzwas sagt:

          Die kann sich in Hummelcot sehen lassen ;-)

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            1. pflanzwas sagt:

              :-) 👒👒👒

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  3. kowkla123 sagt:

    wünsche mal wieder einen wunderschönen Tag ohne große Sorgen, Klaus

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    1. pflanzwas sagt:

      Danke, dir auch.

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  4. Flowermaid sagt:

    … Leidenschaft pur…

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  5. Also ich finde auch, dass Hummel nicht jede Hutmode mitmachen sollte. :-) Schöne Bilder und diese weißen Taubnesseln sind echt lecker.

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    1. pflanzwas sagt:

      *grins* Sie tragen ja schon Pelz, da müssen es nicht noch extravagante Hüte sein ;-) – Habt ihr die als Kinder auch ausgelutscht? So wie Klee? Der duftet übrigens unglaublich schön, was ich draußen nie mitbekommen habe.

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      1. Ja, ich oute mich als Blütenauslutscher (Klee, Taubnessel und Robinie). Ich mochte das sehr gern. Auch sonst haben wir alles gegessen, was uns auf unseren Streifzügen in die Finger kam… Sauerampfer, weiche Enden von Grashalmen, unreifes Straßenobst und rohen Rhabarber (uh).

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        1. pflanzwas sagt:

          *lach* Früher habe ich das auch gemacht. Als Kind besonders den sauren Sauerampfer von der Wiese genascht, Zuckkerrüben angenagt, aber heute… Rhabarber – daß muß echt hardcore sein, huaaa!

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  6. Brumm brumm!
    Ich sah diese Hummeln auf der Knoblauchrauke, die bogen sich schwer unter der Last, aber was nimmt man nicht alles in Kauf :-)

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    1. pflanzwas sagt:

      Oh mein Gott, daß war bestimmt ein herrlicher Anblick. Es ist immer zu witzig, wenn die zarten Blumen „nachgeben“ :-)

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