Und der Kobel, der ist weg!

am
Eichhörnchen ade…

Gestern waren schon Gärtner mit Motorsäge im Garten, um an den Bäumen auszudünnen. Lange waren sie nicht so gründlich, wie dieses Frühjahr. Ich glaube, in den letzten 10 Jahren waren sie nicht so gründlich. Heute morgen wundere ich mich noch, daß sie schon wieder am Sägen sind und fragte mich, was es da noch alles zu sägen gäbe. Ich sehe aus dem Fenster und traue meinen Augen nicht. Der Eichhörnchenkobel ist weg. Er hing an einer Astgabel, gar nicht mal so tief. Ich weiß gar nicht, wie die Gärtner da rangekommen sind. Ich suche und suche und sehe: nichts! Männo!!!

Die gute Nachricht: Eichhörnchen haben immer mehrere Kobel. Im Winter dienen sie als Schlafplatz, später dann als Nistplatz. Zum einen haben sie Notnester, damit sie die Jungen bei Gefahr in ein anderes Nest bringen können, beispielsweise auch bei Parasitenbefall, dann haben sie auch noch Schattennester. Wahrscheinlich kommt es in der Natur häufiger vor, daß sie einen Kobel aufgeben müssen.

Vor einiger Zeit sah ich eine schöne Dokumentation über Eichhörnchen. Neben dem Baummarder gibt es mancherorts auch Baumnattern, die eine Gefahr darstellen. Solche eine Szene wurde gezeigt, wie die Hörnchenmutter ihre Jungen dann schnell in ein anderes Nest brachte. Also einerseits Entwarnung, andererseits finde ich es sehr schade, daß ich sie hier nicht weiter beobachten kann. Besonders häufig sah ich sie hier nicht. Vielleicht ist der Lieblingskobel woanders. Echt schade, seufz.

Vielleicht belegen sie ja doch noch das Elsternnest, an dem sie kürzlich stiebitzt haben. Aber wer weiß, nachher gibts Streß mit den hartnäckigen Vögeln. Gerade lese ich noch, daß die Paarungszeit Ende Januar beginnt und mit wilden Verfolgungsjagden einhergeht. Die habe ich aber schon vor 2 Wochen gesehen. Da es so mild ist diesen Winter, sind sie eventuell schon etwas früher dran.

Ich bin mir gerade nicht mehr sicher, an welchem der Bäume das Nest hing. Jetzt kommt es mir so vor, als hätten die Gärtner den Kobel nur heruntergeholt. Die haben das sicherlich für ein altes Vogelnest gehalten. Ich habe derzeit kein richtiges Vergleichsbild. Vielleicht vielleicht bauen die Hörnchen dort ja erneut. Das wäre schön.

 

29 Kommentare Gib deinen ab

  1. hanneweb sagt:

    Oh, das ist ja nicht so schön. Auch bei uns waren die Stadtgärtner letzte Woche sehr aktiv und schnitten viele Büsche, in denen sich auch immer sehr viele Vögel tummelten, bis auf den Stock runter. Aber die Natur wird es schon wieder richten denke ich und hauptsache solche Aktionen geschehen lange genug vor der Brutzeit.
    Liebe Grüße von Hanne

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    1. pflanzwas sagt:

      Ja, ich denke auch, daß die Tiere klarkommen werden, zumal sie sicherlich Ausweichkobel haben. Trotzdem schade und ich hoffe, der Nestbau war hier noch nicht zu weit fortgeschritten. LG Almuth

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  2. Das ist echt eine Unverschämtheit von diesen unsensiblen Waldschraten!

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    1. pflanzwas sagt:

      Du sagst es! Ich kann die Aktion wirklich nicht ganz nachvollziehen. Blöd, daß die für sowas keinen Sinn haben. Grummel!

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  3. kowkla123 sagt:

    heute nur ein kurzer Gruß,möge es ein guter Tag für uns sein, Klaus

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  4. discovering sagt:

    Ach Mist, das ist ja wirklich schade.
    Obwohl ich erst dachte, du wolltest schreiben, sie hätten den ganzen Baum umgesägt….. da war ich ja fast erleichtert.
    Aber trotzdem, wirklich doof!!

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    1. pflanzwas sagt:

      Ja, immerhin stehen die Bäume noch. Vielleicht bauen sie ja einen neuen dort. Schade, es war zu schön, sowas mal vor der Tür zu haben und beobachten zu können.

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  5. Nati sagt:

    Leider ist es bis März erlaubt Bäume und Sträucher zu stutzen.
    Danach zum Schutz der Vögel nicht mehr. An andere Tiere wird da nicht gedacht.
    Genauso wenig an die Laubhaufen die vielleicht Tiere beherbergen.

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    1. pflanzwas sagt:

      Man fragt sich immer, was die in ihrer Ausbildung lernen oder?! Manchmal muß ja auch was gemacht werden, damit keiner zu schaden kommt, aber die Bäume stehen auf einem Teil des Grundstücks, den niemand betritt. Da liegen auch Haufen mit Ästen und Gestrüpp. Eigentlich eine positive Ecke hier.

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      1. Nati sagt:

        Manche arbeiten nur ihren Auftrag ab und fertig.

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  6. puzzleblume sagt:

    Sehr bedauerlich.
    Die Herumsägerei an gesunden Gehölzen wundert mich in diesem Jahr, zumindest bei uns im Landkreis, weil andererseits angeblich die Menschen und Mittel fehlen, um Dürreschäden, wie die vielen toten Birken und andere Strassenbäume, von denen tatsächlich Gefahr ausgehen könten, zu sichern und aufzuräumen.

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    1. pflanzwas sagt:

      Bei euch kreist ja wirklich immer der Motorsägen-Irrsinn! Wahrscheinlich gab es hier schon einiges, was verdorrt war und mal abgesägt werden mußte. Nur schade, daß man den Kobel nicht erkannt hat. Oder aber der Plan wurde befolgt, nach dem Motto, was muß, das muß. Oder aber man war total ignorant und mußte mal wieder die Natur „aufräumen“, grummel.

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      1. puzzleblume sagt:

        In jedem Fall macht es einen irrationalen Eindruck und du beschreibst mit dem „die Natur aufräumen“ wahrscheinlich ein leider nach wie vor anhaltendes Grundgefühl.

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  7. Das ist wirklich schade, aber vielleicht kommen sie zurück und bauen neu….

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    1. pflanzwas sagt:

      Das wäre echt schön! Bitte in Sichtweite ;-)

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  8. Das ist sehr schade und ärgerlich! Gut, die Eichhörnchen werden sich zu helfen gewusst haben – aber dennoch … Wie unachtsam. Da reden und reden wir unablässig über Klimawandel, Artensterben und dass wir dringend unseren Umgang mit der Natur ändern müssen; aber dann machen die meisten einfach weiter wie bisher. Hier in Berlin sind jetzt im Januar wilde im Sommer bunt blühende „Unkrautflächen“, in denen es von Frühjahr bis Herbst von Insekten summte und brummte und in deren verdorrten Sträuchern und Halmen gewiss manches Insektenleben steckte, ratzekahl abgemäht. Die Rasenmäher wollten wohl amortisiert werden.

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    1. pflanzwas sagt:

      Das die da irgendwann was machen müssen, ist klar, aber die Ecke des Grundstücks wird normalerweise nicht betreten. Da ist nur Unterholz, da liegen sogar Stapel mit Holz und Ästen für Tiere zum Unterschlüpfen. Daß es dann nicht reicht, solche Nester hängen zu lassen, kann ich nicht nachvollziehen. Vielleicht wollten sie auch unbedingt ihren Auftrag erfüllen. Ich weiß auch nicht, ich finde es jedenfalls sehr schade. – Mähaktionen im Winter? Manchmal kommt es einem vor, als würden sie Terminarbeit machen, ob es jahreszeitlich nun paßt oder nicht…

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  9. Flowermaid sagt:

    … ist gerade bei mir mein täglich Erdnussbrot… die neuen Nachbarn sind Pharmazeutiker… Natur geht ihnen am Pollen-Portemonnaie vorbei… Bäume kaufen die wie Streichhölzer… 😭😭😭

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    1. pflanzwas sagt:

      Wie Streichhölzer? Der Form oder dem Nutzen nach? Oh Mann. Von der Pharmazie hätte ich mir mehr erhofft, was die Naturverbundenheit angeht…oder doch nicht?

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      1. Flowermaid sagt:

        … das denken wohl alle… mehr Geld macht man nicht mal mit Waffen..

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  10. Ah, ich lese in der falschenReihenfolge… Schade um den Kobel.

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    1. pflanzwas sagt:

      Ja, leider. Ich hoffe immer noch auf Neubau!

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  11. bluebrightly sagt:

    There’s been some cutting here, too. I hope everything comes back stronger. I think you were talking about a squirrel nest but the translator said, „squirrels always have several goblins.“ Well, that IS good news!! ;-) But I get the idea and isn’t it nice that they can make new or extra nests anytime they want to? They don’t have to go house-hunting, get a mortgage, pay someone to move all their stuff in, etc. Just grab a mouthful of leaves and go. :-)
    Here’s another good translation: „…a scene was shown of how the croissant mother then quickly took her young to another nest.“ Croissant mother! Cool! I could have used one of those. Make mine a chocolate croissant mother.
    I do hope they build there again!

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    1. pflanzwas sagt:

      ^^ Whatever that is a „croissant mother“. Hahahaaaaa!!!! Since when do Croissants live in trees ;-) with their children…oh dear :-) chocolate croissant mother ^^
      Yes, happy squirrels! They have more than one nest or sleeping place, luckily. I saw a documentary about squirrels. In the south there is a tree snake (Baumnatter), and it likes to eat young squirrels. In the film the mother took her two nestlings and brought them to the „emergency“ nest. That was the croissant mother ;-)

      Liken

    2. pflanzwas sagt:

      PS now I know: I made the squirrel „short“: Eichhörnchen = Hörnchen. And a Hörnchen is like a buiscuit or a donut :-)

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      1. bluebrightly sagt:

        I knew you would figure it out! :-)

        Gefällt 1 Person

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