Ist denn schon Herbst?

am
Trocken, trockener, am trockensten!

Es knirscht unter den Schuhen, entweder das trockene Laub oder die Baumfrüchte, die jetzt schon reichlich abgeworfen werden. Man muß das Ganze mal positiv sehen. Das Wetter ist dauernd schön und man kann die Herbstfotos schon im Hochsommer machen. Was will man mehr…

Wie ich kürzlich hörte, produzieren die Bäume bei dieser Trockenheit extrem viele Früchte, um die Chancen auf ein Überleben zu erhöhen. Denn es ist erstaunlich, wie voll die Bäume hängen, obwohl sie so wenig Wasser zur Verfügung haben. Selbst die Brombeeren hängen voll. Im Gegensatz zum letzten Jahr haben sie sogar ein paar Früchte ausreifen können. Manche Hainbuchen sehen komplett braun aus. Die Blätter sind nicht mehr zu sehen, das Braune kommt von der Saat, mit der sie voll hängen.

Auch dieser Baum hat sich bereits letztes Jahr verabschiedet.

Das hier war einer meiner Lieblingsbäume, ein Faulbaum, den ich immer wieder gerne fotografiert habe, im Frühling wie im Herbst. Letzten Sommer ist er eingegangen.

Ein Faulbaum-Frühlingsbild.

Und ein Faulbaum-Herbstbild. Aber das ist Geschichte. Schade! Die anderen Faulbäume, die in der Nähe wachsen, sehen ebenfalls schlecht aus. Wenn sich nicht bald was tut, werden auch die das nächste Jahr nicht mehr erreichen. Weniger Faulbäume, weniger Faulbaum-Bläulinge? Immerhin ein paar neue Pflänzchen konnte ich auch entdecken. Hoffentlich kommen welche durch!

Das hier war Montag abend: Erlösung! Ein gewaltiger Schauer kam runter. Ca. eine viertel Stunde lang schüttete es wie aus Kübeln. Es dampfte zwischen den Sträuchern, vom aufgeheizten Boden.

Abkühlung nach schwülen Tagen und eine Erleichterung für Mensch und Natur!

Nach kurzer Zeit war der Guß vorüber. Ein kurzes Aufatmen.

Gestern war es heiß und megaschwül, heute dazu stürmisch. Unten am Baum einmal nicht gegossen und schon wäre der Ehrenpreis fast hops gegangen. Zur Trockenheit noch dieser Wind, der den letzten Rest Feuchtigkeit aus dem Boden holt – geht da noch was? Ach Leute, daß macht keinen Spaß, den Bäumen und Sträuchern beim Vertrocknen zuzusehen. Ich kanns nicht ändern, bleibt mir nur, meine Einstellung zu ändern. Es fällt jedoch verdammt schwer, diesem Geschehen etwas Positives abzugewinnen.

 

 

39 Kommentare Gib deinen ab

  1. Das ist wirklich sehr bedrückend, liebe Almuth. Ich hoffe, es wird weniger Wind und mehr Regen bei Euch geben!

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    1. pflanzwas sagt:

      Ihr habt auch nicht so wahnsinnig viel Regen in eurer Region oder? Ja, schön wäre es. Vieles zieht um uns herum oder bleibt im Süden hängen.

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      1. Offiziell herrschte hier in den letzten 10 Jahren Dürre, doch dieses Jahr brachte glücklicherweise mehr Schnne- und Regenfälle mit sich.
        Es ist frustrierend zu beobachten, wenn alle Gegenden um einen herum Niederschläge abbekommen, man selbst aber ausgespart bleibt, aber damit muß man sich halt abfinden.

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        1. pflanzwas sagt:

          Ui, das klingt heftig. Ja, man muß lernen sich damit abzufinden, aber das fällt mir wirklich schwer!

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          1. Das kann ich nachvollziehen, liebe Almuth. Laß uns die Hoffnung nicht ganz aufgeben, daß es sich noch bessern kann!

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            1. pflanzwas sagt:

              Das tue ich nicht, Und wie gesagt, es bleibt nichts anderes übrig. Immerhin gibt es jetzt schon mehr deutsche Aprikosen und Pfirsiche. Ist ja auch was wert :-)

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            2. …always look on the bright side of life…

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    1. pflanzwas sagt:

      Es hilft ja nichts, zu jammern, aber es fällt sooo schwer. Naja, noch ist das Jahr nicht um. Wir hoffen weiter.

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  2. Nati sagt:

    Dieses Jahr hat es allerdings mehr geregnet als letztes Jahr, auch wenn es zu wenig ist.

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    1. pflanzwas sagt:

      Etwas länger als letztes Frühjahr, ja, bis Anfang Juni und seitdem ist es fast wie zuvor. Wie du sagst, die paar kleinen Schauer sind viel zu wenig!

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      1. Nati sagt:

        Hier geht es eigentlich.
        Aber es liegt vielleicht auch daran dass es zwischendurch auch kühle Tage gab.

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        1. pflanzwas sagt:

          Ich glaube, ihr habt dieses Jahr etwas mehr Regen abbekommen, als wir. Auch der Süden hat zum Teil wesentlich mehr Regentage gehabt. Jetzt regnet es hier gerade. Schön :-)

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          1. Nati sagt:

            Im Osten ist es auch zu trocken gewesen.

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  3. Fotohabitate sagt:

    Daran kann man wirklich nichts positives abgewinnen. Wenn diese Trockenheit die nächsten Jahre so weitergeht, werden unsere jetzigen Wälder sterben. Klar, es wird sich eine an die neue Situation besser angepasste Vegetation einstellen. Vielleicht Olivenbäume?? Wenn Mensch es zulässt… aber das werden wir beide wohl nicht erleben. Ich könnte auch heulen, v. a. wenn ich das Trauerspiel im Garten ansehe.

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    1. pflanzwas sagt:

      Ich frage mich im Moment schon vielfach, was das für Bäume sein sollen, die wir hier in Zukunft pflanzen können? Mir fällt nicht viel ein und mit mediterranen Bäumen kenne ich mich (noch) nicht sonderlich gut aus. Eukalyptus? Pinien? Oliven, wie du sagst? Zypressen? – Ist in deinem Garten was eingegangen? Ja, es kann nichts richtig gut wachsen oder blühen. Die Hitze hat das ihrige getan, leider.

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      1. Fotohabitate sagt:

        Wenn sich die Klimazonen nach Norden verlagern, dann könnte es durchaus sein, dass mediterrane Vegetation, die es überwiegend frostfrei mag, hier ansiedelt. Vielleicht ist es aber auch genau umgekehrt, weil durch den Anstieg des Wasserspiegels und die sich veränderten Anteile von Süß- und Salzwasser der Golfstrom versiegt. Dann wird es bei uns kälter werden. Ob in meinem Garten was eingegangen ist, wird sich nächstes Jahr zeigen. Die Sträucher, die am meisten Wasser benötigen, sehen jedenfalls ziemlich schlaff aus und auch die Obstbäume leiden. 🙄

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        1. pflanzwas sagt:

          Ich glaube nicht unbedingt, daß es kühler wird, wenn der Golfstrom versiegt. Wenn die Polkappen weiter abschmelzen und sich der Jetstream verändert, ist die Frage, ob von da oben noch Kälte bis hierherkommt. Lassen wir uns überraschen. Es hieß doch mal, daß auf Grönland früher Aprikosen wuchsen. Vielleicht kommen wir da wieder hin ;-)
          Schade mit deinen Sträuchern und Bäumen. Die Allee im Georgengarten sieht auch grottig aus! Hoffen wir, daß diese Woche noch etwas mehr Regen runterkommt. Wenns denn hilft.

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      2. Iris Schaper sagt:

        Hab neulich ein Interview mit einem Förster gelesen. Die stellen tatsächlich auch schon auf hitze- bzw. trockenheitsresistente Baumarten um. Aber das dauert natürlich Jahrzehnte. Wenn ich mir die Fichtenbestände hier bei uns im Weserbergland angucke, knispeltrocken und gelb – bedrückend.
        Aber bloß keinen Eukalyptus anpflanzen! Die machen die Trockenheit für alle anderen Pflanzen noch viel schlimmer, da sollten wir aus den Erfahrungen in Südeuropa lernen… https://reisefeder.de/2017/10/eukalytpus-europas-pest-in-baumgestalt/
        Liebe Grüße
        Iris

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        1. pflanzwas sagt:

          Danke Iris. Das mit dem Eukalyptus war auch nicht ganz ernst gemeint, wobei ich nicht weiß, wie sich das mit einzelnen Bäumen verhalten würde, vermutlich nicht gut, nach deinem Artikel. Vor vielen Jahren war ich mal in Galicien im Urlaub und dort brannten ständig die „explosiven“ Monokulturen der Eukalyptuswälder. Das diese Bäume auch noch das ganze Wasser „abgraben“, hatte ich nicht mehr auf dem Schirm. Nee, kein Eukalyptus. Schlimm, daß die Großen dort wieder die Nase vorn hatten und sich durchsetzen konnten! – Und was hat der Förster gesagt, was sie hier pflanzen?

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          1. Iris Schaper sagt:

            Auf jeden Fall mehr Laubbäume, ich meine mich zu erinnern, da wurden Esskastanie und bestimmte Eichenarten genannt

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            1. pflanzwas sagt:

              Esskastanien gibts ja häufiger in Süddeutschland. Ob die mit weniger Wasser auskommen? Ich habe auch schon überlegt, ob manche Eichen nicht im Mittelmeerraum vorkommen. Da gibt es sicher eine ganze Menge. Nur kann ich mir vieles im Moment nicht vorstellen. Manchmal wundert man sich, wenn man unterwegs ist, welche Bäume so schlecht aussehen und welchen es anscheinend richtig gut geht. Dafür bin ich leider zu baumunkundig :-)

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            2. Iris Schaper sagt:

              Ich leider auch, aber Eichen gibt es auf jeden Fall mehr in Südeuropa, allerdings andere als hier, Stein- und Korkeiche und so… Ich hatte aber auch irgendwo gelesen, dass manche hiesige Bäume sich anpassen, indem sie nach Trockenjahren kleinere Blätter entwickeln – oder im Sommer die Blätter abwerfen und dann im Herbst nochmal austreiben?

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            3. pflanzwas sagt:

              Ah ja, Steineiche, das sagt mir was. Das ist natürlich auch eine Möglichkeit, daß manche Arten es schaffen werden, sich anzupassen. Wenn sie genug Zeit bekommen. Das würde ein bißchen Hoffnung machen. Die richtig feuchtigkeitsliebenden Arten werden sich vermutlich verabschieden, falls es sich längerfristig in diese Richtung verändert. Man weiß es ja nicht, wo die Reise hingeht. Das die Bäume im Herbst noch mal austreiben, kann ich mir nicht vorstellen (obwohl meine Balkonbirke das letzten Sommer getan hat), wenn es dann im Winter doch kalt wird, hätten die Bäume noch mehr Streß bzw. Verluste.

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            4. pflanzwas sagt:

              Oje, das ist ja heftig. So massiv habe ich das noch nirgends gesehen. Hier regnet es jetzt endlich mal. Hoffentlich bleibt das so. Ich möchte nicht irgendwann in kahle Bäume gucken müssen….

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            5. Iris Schaper sagt:

              Ja, hier regnet es auch, ich hoffe, das rettet jetzt noch einige 🌳

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            6. pflanzwas sagt:

              Das hoffe ich auch!

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  4. gkazakou sagt:

    die Bilder vom Regen sind unendlich wohltuend. Sonst sehe ich auf deinen Bildern dieses fast künstlich wirkende Wolkengeflocke, das auch hier oft am Himmel treibt, manchmal sich auch sehr auftürmt, aber keinen Regen entlässt. Unser Sommer ist jetzt auf Hochtouren, sehr heiß, sehr blau. das ist freiich normal, Regen ist im August ungewöhnlich.

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    1. pflanzwas sagt:

      Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Eure Vegetation muß extrem gut angepaßt sein, daß sie das mitmacht. Ich war nur einmal auf Kreta und das im Frühling. Und ihr bekommt sicher auch hin und wieder heiße Luft aus Afrika oder? Bemerkst du denn auch Veränderungen oder ist es bei euch noch halbwegs so „wie gehabt“ (was immer das ist)?

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  5. kowkla123 sagt:

    Herbst ist noch nicht, aber die Vorboten sind schon da, einen schönen Sonntag wünsche ich, Klaus

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    1. pflanzwas sagt:

      So siehts aus, Klaus :-) Dir eine schöne Woche!

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  6. Ach, mir tut es auch weh zu sehen. In Berlin ist es leider nicht viel anders. Manche Bäume sind schon gelb, andere gar komplett verdorrt. Da ist so ein guter Regenguss auch nur ein TRopfen auf den heißen Stein, denn bei der Bodenversiegelung frage ich mich, wie viel Wasser denn überhaupt die Chance hat, zu den Wurzeln durchzudringen, bevor es wieder verdunstet ist.

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    1. pflanzwas sagt:

      Ja, mancherorts sieht man das deutlich, daß die Straßenbäume nichts abbekommen und dann sieht man wieder welche, die richtig schön grün sind. Jetzt rächt es sich besonders, daß man den Bäumen nicht genug Platz eingeräumt hat. Aber bei der Trockenheit ist das vermutlich ohnehin beschränkt mit der Wasseraufnahme. Dafür ist es vielfach zu wenig.

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  7. Die Bäume sehen dieses Jahr wirklich schon sehr mitgenommen aus. Nicht unbedingt herbstlich, sondern nur sehr sehr trocken. Eine schöne Herbstlaubfärbung bekommen wir bestimmt nicht, bis dahin ist schon alles abgefallen. Wir haben vom Regen wieder kaum was abbekommen.

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    1. pflanzwas sagt:

      Jetzt regnet es endlich. Von mir aus kann das eine Weile so weitergehen.

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  8. bluebrightly sagt:

    This dry to wet post is interesting…I’m glad you got some rain, and the photos of it reflect your joy. It looks like it was heavy rain. We have rain today and it is very welcome. It never rains hard here but it has been steady now for hours, which is great. I want to go out and take photos! First, finish the laundry. ;-) Sorry to be so late again in getting to your posts.

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    1. pflanzwas sagt:

      Hope you had a good day out!

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