Unsere Allerkleinsten

Winzige Insekten

Beim Versuch die ganz kleinen Insekten zu bestimmen, gebe ich ziemlich schnell auf. Eigentlich kann ich es gar nicht erst versuchen, denn viele sind so ultraschnell unterwegs, daß einem kaum ein klarer Blick vergönnt ist.

Hin und wieder endet eins dieser Tierchen an meiner Fensterscheibe – unbemerkt, da so winzig – und ich habe einmal die Gelegenheit genutzt, sie zu fotografieren. Geschmacklos? Mag sein, aber die beste Möglichkeit, sie überhaupt zu sichten. Und irgendwie interessiert es mich dann doch, mit wem ich es zu tun habe. Viel wird im Unklaren bleiben, aber wenigstens visuell kennenlernen möchte ich sie einmal.

Diese arme Schwebfliege strandete die Tage in meiner Teetasse. Nur einen Moment hatte ich mich umgedreht und als ich sie rausfischte, war es zu spät. Der Tee war für das kleine Lebewesen zu warm gewesen. Armes Ding. Es war eine von den sehr kleinen Schwebfliegen, die sonst kaum zu erkennen sind.

RIP kleine Schwebfliege…. Vielleicht ist es eine Hainschwebfliege. Sie war sehr klein.

Bei der Betrachtung dieser kleinsten Wesen habe ich mich gefragt, ob das bezeichnend für uns Menschen ist. Je kleiner desto bedeutungsloser. Mit Nichtachtung gestraft. Es gibt zwar Fans und Insektenforscher, denen können die Tiere nicht klein genug sein, die erforschen nicht nur die Art sondern ihre Lebens- und Verhaltensweisen, was einem bei der Größe fast unmöglich erscheint. Aber unsereins? Ist doch egal, so winzig wie „es“ ist! Wir trampeln täglich drauf rum, aber was unter unseren Füßen wuselt, interessiert nur selten, es sei denn, es fällt ins Auge.

Das folgende Tierchen ist ein paar mm groß – kaum so groß, wie ein handgeschriebenes großes B. Es erinnert mich ein bißchen an eine Maskenbiene. Wenn es eine wäre, wäre das hier eine Wildbiene, obwohl mir der Körper so kompakt vorkommt. Aber ich komme übers Raten leider nicht hinaus.

Bei noch kleineren Insekten streikt dann allerdings meine Kamera so langsam…

Ich werde versuchen, daß ein oder andere Tierchen mal bestimmen zu lassen. Ansonsten: wahrnehmen, was sich um uns herum tut – das ist der erste Schritt, um besser für unsere Umwelt zu sorgen, die Natur noch besser zu schützen. Nicht nur Elefant, Panda und Co. brauchen unsere Aufmerksamkeit. Diese Kleinstlebewesen genauso, wie die unsichtbaren Wesen in unserem Erdboden, die dafür sorgen, daß es immer neuen Humus und somit gute Erde gibt, die uns für den Anbau unserer Lebensmittel dient.

Diesen Beitrag hatte ich eigentlich schon geplant, bevor ich diese winzigen Wildbienen fotografiert hatte. Jetzt paßt er umso besser in die Reihe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

12 Kommentare Gib deinen ab

  1. Anhora sagt:

    Mit Insekten verbinden eben viele auch Ekel oder Angst vor Stichen. Deshalb „weg damit“!
    Ich persönlich finde wie du, dass jedes Wesen das Recht auf sein Leben hat, egal ob groß oder klein. Ich bring ja nicht mal die roten Nacktschnecken im Garten um, sondern sammle sie ein und setze sie woanders wieder aus. Manchmal werde ich gefragt, warum ich das mache. Die Antwort: Aus Prinzip! ;-)

    Gefällt 3 Personen

    1. pflanzwas sagt:

      Das finde ich gut, was du machst! So mache ich es auch meistens. Man muß ja nicht immer gleich alles umbringen, was einen stört.

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      1. Anhora sagt:

        Eben. Ausgerissenes Unkraut pflanze ich aber nicht woanders wieder ein!
        Auf dem Kompost wird es ja zu Humus und wird deshalb einem guten Zweck zugeführt. ;-)

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        1. pflanzwas sagt:

          Nein, in der Regel nicht, es sei denn, es ist besonders hübsch :-) Alles geht in die ewigen Jagdgründe ein, das ist wahr :-)

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  2. puzzleblume sagt:

    Deiner Vermutung stimme ich zu: je kleiner desto weniger Achtung, obwohl uns doch gerade Viren, Bakterien und Schimmelpilze das Fürchten lehren, allergene Pollen beeinträchtigen, Spurenelemente in der Nahrung und Molekularphysik zumindest über Küchentricks ambitionierter Köche alltäglich bzw. medienvertraut sind – alles scheint uns nur über deren Wirkung begreiflich, und solange der Mensch nichts davon zu spüren bekommt, weder als Schaden noch als Nutzen, wird es nicht eigens zur Kenntnis genommen, ist es nichts Besonderes.

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    1. pflanzwas sagt:

      Dem ist nichts hinzuzufügen! Du hast es auf den Punkt gebracht (den kleinen..). Eine sinkende Aufmerksamkeitsspanne, die uns nur noch auf Sachen mit Kick, Reiz oder visuellen Reizüberflutungen reagieren läßt, trägt nicht gerade zur Verbesserung bei. Vielleicht wäre „Insektenmeditation“ was für die Zukunft…

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      1. puzzleblume sagt:

        Ich bin heute auf Umwegen über den Blog, dessen Autor das Pseudonym „Ralph Butler“ gewählt hat und den Blogbeitrag eines anderen rebloggt hat, auf eine YouTube-Video-Playlist zur „Konferenz: Der Wert von Insekten, 9. November 2017 in Bielefeld“ aufmerksam geworden. Alles anzusehen ist mir so auch zuviel, aber in Häppchen habe ich mir einiges angeklickt und Gutes aus Politik und Wirtschaft gehört, was unbedingt die Meditation ergänzen muss.
        Link zur YouTube-Playlist

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        1. pflanzwas sagt:

          Bei Gelegenheit werde ich mir die „Häppchen“ ansehen, danke! Das macht ja Hoffnung. Vieles bekommt man gar nicht mit.

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  3. Ewald Sindt sagt:

    Top-Bericht… 😊😊😊
    Lieben Gruß, Ewald

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  4. Ich glaube, wir müssen einfach bewußt entscheiden, die Augen weiter aufzumachen und unsere Schritte zu entschleunigen, liebe Almuth. Erst dann können wir die Wesen wahrnehmen, die uns umgeben.

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    1. pflanzwas sagt:

      Ich versuche es gerade andersum. Ich bin nicht unbedingt entschleunigt oder entspannt, aber wenn ich hier so sitze und die Insekten beobachte, kann ich ganz gut versinken und alles um mich rum vergessen. Ein konzentrieren aufs Detail sozusagen und ich glaube, daß erdet ganz gut. Um sowas gehts doch auch beim Meditieren. Wir könnten also unsere Aufmerksamkeit auf was Kleines richten und uns so entschleunigen :-)

      Gefällt 1 Person

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