Die Maskenbiene – es gibt immer was zu tun :-)

am
Ihr aktuelles Bauprojekt!

Diese Miniminiwildbiene der Gattung Hylaeus baut Nester in meine Nisthilfen aus Bambus. Manchmal sucht sie sich sehr winzige aus, dann wieder größere Röhren, in die sie selbst doppelt und dreifach reinpassen würde. Kürzlich hatte ich die Gelegenheit, sie bei ihrer Tätigkeit aufzunehmen. Wenn sie weg ist oder um das Nest zu verschließen, bildet sie mit einem Sekret ein halbtransparentes Gewebe. Das schrieb ich schon im vorigen Beitrag zur Maskenbiene. Aber wie sie das macht, wußte ich da noch nicht.

Sie bewegt ihren Kopf immer von unten nach oben und scheint dabei „Fäden“ zu ziehen, die sie am jeweiligen Ende befestigt, bis das „Netz“ bzw. der Verschluß immer dichter wird. Vielleicht ist dieses Sekret ähnlich wie bei Spinnen. Sie webt jedenfalls ihr Netz…

Was mich ebenfalls freut: auf diesen Bildern kann man ihre „Maske“ im Gesicht sehen. Die winzigen gelben Flecken. Sie ist so klein, daß man das sonst kaum erkennen kann.

Es geht rund: von unten nach oben, immer rundherum.

Hier wird der „Faden“ gerade nach oben gezogen. Wieder die gelben Flecken der Gesichtsmaske und nicht die Augen, obwohl es hier so scheinen mag.

Verschluß auf Maskenbienisch :-)

 

30 Kommentare Gib deinen ab

  1. finbarsgift sagt:

    Sie sind echt putzig, deine Minibienen! 🐝🐝🐝

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    1. pflanzwas sagt:

      Das finde ich auch :-) Zumal ich sie jetzt erst wahrnehme. Sie waren mir früher zu klein, ferner liefen halt…LG, Almuth

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      1. finbarsgift sagt:

        Mir sind sie bis dato noch gar kein Begriff gewesen…
        Dankeschön für’s Zeigen und Präsentieren!
        Liebe Morgengrüße vom Lu

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        1. pflanzwas sagt:

          Mutter Natur und ihre Schätze :-) Liebe Morgengrüße von Almuth

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          1. finbarsgift sagt:

            Du sagst es!
            Liebe Morgengrüße vom Lu

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  2. Das ist ja interessant und schön dokumentiert. Ich sehe im Moment nur die Ergebnisse dessen, was da tagsüber abgeht.

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    1. pflanzwas sagt:

      Das ging mir sonst auch oft so. Im Moment habe ich Glück, daß ich ihre Einflugmomente wahrnehme und sie dann beobachten kann :-)

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  3. Ule Rolff sagt:

    Bei solchen Arbeiten bleiben sie wenigstens mal so lange am Platz, bis die Fotografin fokussiert hat. Sehr spannend, was du uns zeigst.

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    1. pflanzwas sagt:

      Ganz genau. Da freut sich das Fotografenherz :-)

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  4. puzzleblume sagt:

    Wie elegant sie aussieht mit ihrem lackschwarzen Outfit!

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    1. pflanzwas sagt:

      Ja, sehr passend, Lack und Leder :-)

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  5. kowkla123 sagt:

    ja, fleißig, fleißig sind sie , möge es ein guter Tag für dich sein, Klaus

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  6. Ulrike Sokul sagt:

    Ich bin überaus entzückt über diese fleißige Miniweberin! Toll, wie anschaulich Du ihre Arbeit doumentiert hast, liebe Almuth.
    Ich sehe die Maskenbienen manchmal in den Lücken, Rissen und Hohlräumen der vielen Natursteine in meinem Garten. Sie gucken dann so lustig vorwitzig mit ihrer Maskenmimik aus ihrer „Höhle“ raus … so habe ich sie übrhaupt zum ersten Mal wahrgenommen und dann recherchiert, wer das denn sei.
    Im Flug kann man sie ja leider kaum erkennen bei der Minigröße und dem Flugtempo, und kaum habe ich sie mal auf einer Blüte erspäht sausen sie schon wieder zur nächsten Blüte. :-)

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    1. pflanzwas sagt:

      Mir scheint, du kennst bereits viel mehr von diesen Kleinstlebewesen als ich, was mich nicht wundert, bei deiner aufmerksamen behütenden Art :-) Das kann ich mir blendend vorstellen, wie das aussieht, wenn sie aus der „Röhre“, äh, Ritze gucken! Und dein letzter satz ist so war: in der Regel sind sie zu klein und zu schnell unterwegs. So freut man sich über diese Momente umso mehr, wo sie sich für einen Augenblick von ihrer besten Seite präsentieren :-)

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  7. Tolle Aufnahmen, da muss ich noch viel üben, um Dir das Wasser reichen zu können…

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    1. pflanzwas sagt:

      Das weiß ich nicht. Du hast auch tolle Aufnahmen :-) Noch mehr Makro wäre schön!

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  8. Ewald Sindt sagt:

    Toll beobachtet, geschrieben und abgelichtet… 😊😊😊
    Lieben Gruß, Ewald

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  9. Neddi sagt:

    Interessant, dass sich deine Maskenbiene auch so große Löcher ausgesucht hat. Ich hab dieses Jahr auch eine Bienennisthilfe gebastelt und die Mini-Tierchen haben sich die kleinsten Bohrlöcher ausgesucht. Gerade werkeln auch wieder zwei Bienen, die der Maskenbiene ähneln, ihre Löcher aber etwas anders verschließen. Hab noch nicht rausgefunden, was das für eine Bienenart ist (Fotos habe ich auf meinem Blog).

    Eine Frage: Meine Maskenbienen-Nistlöcher-Verschlüsse haben inzwischen alle je ein ganz kleines Loch. Weißt du, was das zu bedeuten hat? Ich hoffe, da hat niemand die Nester geplündert. :/ Beim Schlüpfen müssten aber doch größer Löcher entstehen, oder?

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    1. pflanzwas sagt:

      Da bin ich etwas überfragt. Bei mir sehen die Maskenbienenverschlüsse nach dem Schlüpfen einfach „aufgerissen“ aus. An kleine Löcher darin kann ich mich nicht erinnern. Bei anderen Solitärbienen deutet es auf Parasiten hin. Ich habe gerade noch mal nachgesehen, aber nur von den Schmalbauchwespen als Parasitoiden gelesen. Es gibt eine gute Seite über Wildbienen (viell. kennst du die schon?) Wildbienen.de – aber auch dort habe ich auf die Schnelle nichts gefunden. Vielleicht weiß jemand anders bescheid!

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      1. Neddi sagt:

        Danke für deine Antwort. Ich weiß nicht mehr wo und es ging nicht speziell um ein Maskenbienennest, aber ich habe gestern auch noch auf einer Wildbienenseite gelesen, dass Fliegenlarven sich als Parasiten manchmal am Nektar bedienen und als Fliege über das kleine Loch dann das Weite suchen. Wäre traurig wenn wenn alle Bienen aus meinen sieben Maskenbienennestern dann gar nicht mehr schlüpfen. :/ Hätten eigentlich schon längst rauskommen müssen.

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        1. pflanzwas sagt:

          Es gibt bei den Mauerbienen sogenannte Taufliegen, die in den Nestern am Vorrat mitfressen und ggf. sich auch an den Larven bedienen, bei sehr starkem Befall. Bei denen wüßte ich jetzt nicht, ob sie Maskenbienen parasitieren. Diese kleinen Fliegen hinterlassen sehr wohl so kleine Löcher in den Nestverschlüssen, wenn sie vor den Solitärbienen schlüpfen. Möglich ist alles. Vor zwei Jahren hatte ich über 100 verschlossene Niströhren und ich habe mich tierisch gefreut und dieses Jahr war ein Drittel parasitiert. So ist es in der Natur und letztenendes sind alle Insekten wichtig. Nur die Wildbienen sehen sympathischer aus ;-)

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          1. Neddi sagt:

            Ja, den Wildbienen gönnt man es mehr, sich fleißig zu vermehren. Was hast du gemacht, als so viele Nester parasitiert waren? Öffnet und entleert man die dann irgendwann selbst? Oder kümmern sich die nächsten brütwütigen Bienchen ums Aufräumen? Vermutlich suchen sie sich eher etwas anderes.

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            1. pflanzwas sagt:

              Das sie parasitiert wurden, habe ich erst bemerkt, als ein Großteil nicht geschlüpft ist. Am besten markiert man die Röhren, die im jeweiligen Jahr belegt wurden. Ich hatte sie beiseite gelegt, als mir dämmerte, daß da nichts mehr kommt. Nach Ende der Brutsaison habe ich sie geöffnet und entleert. Ich habe so Pappröhren, da kommt man ran. Geht ja nicht überall. Manchmal, wenn nur eine oder zwei Bienen in einer Röhre verblieben sind, haben sie selber aufgeräumt oder den restlichen verbliebenen Raum besiedelt. Sonst meiden sie diese Niströhren anscheinend.

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